Nachdruck aus Unser Kürbisreichsdienst, Juli 2008 und Fußball – Etwas für dich?

Fußball ist heute allgegenwärtig. Alle vier Jahre, während der Weltmeisterschaft, wird man in besonderem Maße mit diesem Sport konfrontiert. Was sagt die Bibel über Fußball? Können Christen Fußball spielen oder sich Fußballspiele im Fernsehen anschauen?

König David, der bereits negative Erfahrungen mit dem Fernsehen machte, schrieb: „Ich werde mir kein nichtsnutziges Ding vor Augen stellen“ (Psalm 101:3). Daher sollten wahre Christen eigentlich gar kein Fernsehgerät besitzen. Einige haben sich dennoch eines angeschafft, um die DVDs der Wachturm-Gesellschaft oder Aufnahmen von Kongressen der Zeugen Jehovas anzusehen, und dagegen ist sicher nichts einzuwenden.

Diese treuen Diener Jehovas sind jedoch einer besonderen Gefahr ausgesetzt. Von Zeit zu Zeit mögen sie versucht sein, ihr Gerät zum Ansehen von Fernsehsendungen, etwa Übertragungen von Fußballspielen, zu missbrauchen. Doch als Christen lassen wir uns in jeder Angelegenheit von Gottes Wort leiten. Zweifellos wollen wir beachten, was die Bibel über Fußballspiele sagt.

imageIm alten Israel

In der Bibel wird nicht erwähnt, dass Diener Gottes Fußball gespielt hätten. Über das abtrünnige Edom wird dagegen gesagt: „An dem Tag, an dem du abseits standest … und an dem sogar Ausländer sein Tor betraten … warst auch du wie einer von ihnen“ – zweifellos eine Beschreibung eines Fußballspiels (Obadja 11). Jehova billigte das nicht, denn er kündigte an: „Du wirst weggetilgt werden müssen auf unabsehbare Zeit“ (Obadja 10).

Jehova gibt jedem, der sich durch Fußballspielen versündigt hat, die Gelegenheit zur Reue, ja, er fordert ihn auf: „Entferne deinen Fuß von dem, was schlecht ist“ (Sprüche 4:27). Doch denjenigen, die nicht auf diesen Rat hören, kündigt er ein Gericht an: „Mein ist Rache und Vergeltung. Zur bestimmten Zeit wird ihr Fuß wanken“ (5. Mose 32:35).

Es besteht somit kein Zweifel daran, dass Jehova das Fußballspielen nicht gutheißt. Wir verstehen nun, weshalb Jesus seine Jünger anwies: „Wenn dein Fuß dich straucheln macht, so hau ihn ab; es ist besser für dich, lahm in das Leben einzugehen, als mit zwei Füßen in die Gehenna geworfen zu werden“ (Markus 9:45).

Fußball im Fernsehen

Einige mögen nun einwenden, sie spielten ja gar nicht selbst Fußball, sondern wollten sich nur die Spiele im Fernsehen anschauen. Aber wollen wir uns wirklich Menschen, die gegen Jehova sündigen, über das Fernsehen ins Haus holen? Ahmen wir David nach, der sagte: „Bei den Bösen sitze ich nicht“ (Psalm 26:5). Doch die Bibel enthält noch weitere Hinweise über den Ursprung des Fußballspiels.

Sonnenkult

imageBeim Fußball wird einem runden Ball gehuldigt, der die Form der Sonne hat. Die Form des Balls geht auf Melkart zurück, den phönizischen Sonnengott, der auch „Baal von Tyrus“ genannt wurde. Der Kult dieses Gottes wurde „zur Zeit König Ahabs“ auch in Israel eingeführt (Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1, Seite 275).

Der Prophet Elia beendete die Verehrung dieses Sonnengottes durch die Feuerprobe auf dem Berg Karmel, doch der Name „Baal“ blieb bis heute in dem Wort „Ball“ erhalten. Und rufen nicht auch die Zuschauer eines Fußballspiels fortwährend: „O Ball, antworte uns!“? (1. Könige 18:26). In Wirklichkeit wird bei jedem Fußballspiel der Sonnengott angebetet.

Verehrung Thors

Der Name des nordischen Donnergottes Thor hat sich bis heute in dem Wort „Tor“ erhalten. Immer noch werden bei allen Fußballspielen zu seinen Ehren zwei rechteckige Kästen auf dem Platz aufgebaut. Bei den meisten Partien kommt es auch vor, dass die Zuschauer plötzlich einen Ruf zur Ehre Thors anstimmen. In Kürze wird sich jedoch die Prophezeiung Jesajas erfüllen: „Das Tor ist zum bloßen Schutthaufen zerschlagen worden“ (Jesaja 24:12).

Zahlen

Von Bedeutung für Christen ist auch die Anzahl der Spieler beim Fußball – zwei Mannschaften zu je 11 Personen. Die Zahl 11 ist ein passendes Symbol für die falsche Religion unter der Herrschaft Satans, denn ebenso wie die 11 nicht an die 12 heranreicht, entspricht auch die falsche Religion bei weitem nicht den vollkommenen organisatorischen Vorkehrungen der wahren Religion.

Die Zahl findet dreimal Verwendung – zwei Mannschaften zu je 11 Spielern und der „Elfmeter“. Die 11 bis zur dritten Steigerungsstufe zeigt, wie offenkundig sich die wahre von der falschen Religion unterscheidet. Ja, „welch ein Unterschied besteht doch zwischen der geistigen Wohlfahrt der Diener Gottes und der religiösen Verwirrung Groß-Babylons“ (Der Wachtturm, 1. Februar 2007, Seite 23).

Dreieinigkeit

Ein Fußballspiel wird von einem Schiedsrichter und zwei Linienrichtern geleitet. Die Entscheidungen des Schiedsrichters sind unanfechtbar, so dass er der Hauptgottheit einer Göttertriade entspricht.

Zwei „halbe Zeiten“

Ein Fußballspiel wird in zwei „Halbzeiten“ aufgeteilt. Es ist gewiss kein Zufall, dass in der Bibel genau zweimal „eine halbe Zeit“ erwähnt wird – beide Male in Verbindung mit der Verfolgung wahrer Diener Gottes durch Diener Satans (Daniel 7:25; Offenbarung 12:14). Fußball ist eines der Mittel, durch die Satan wahre Christen von Jehova wegziehen möchte.

Durch das Ansehen eines Fußballspiels würden wir uns somit an der Anbetung Baals und Thors beteiligen und einer Dreieinigkeit huldigen; wir würden Satans falsche Religion unterstützen und uns seiner Herrschaft unterwerfen. Daher steht eindeutig fest, dass Christen sich davor hüten müssen, Fußballspiele im Fernsehen anzusehen.

imageLoyalität

Wenn es uns schwerfällt, Jehova gegenüber in dieser Hinsicht loyal zu sein, sollten wir den Rat Jesu befolgen: „Wenn dein Auge dich straucheln macht, so wirf es weg; es ist besser für dich, einäugig in das Königreich Gottes einzugehen, als mit zwei Augen in die Gehenna geworfen zu werden, wo ihre Made nicht stirbt und das Feuer nicht ausgelöscht wird“ (Markus 9:47, 48).

Seien wir entschlossen, göttliche Grundsätze in jedem Bereich unseres Lebens anzuwenden, auch in Bezug auf Fußballspiele. Dann werden wir für immer im Paradies leben dürfen, in dem es solche Versuchungen nicht mehr geben wird!

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„Siehe, der Tag kommt, der brennend ist wie der Ofen.“ (Maleachi 4:1)

Viele Menschen machen sich Sorgen wegen der globalen Erwärmung. Aber ist der Klimawandel wirklich etwas, worüber man sich Sorgen machen muss? Menschliche Wissenschaftler malen Schreckensszenarien an die Wand, doch das ist nichts Neues. Schon im Jahr 1923 gab es „in der Tagespresse Berichte, die in der Tat feststellen, daß es am Nordpol wärmer wird. Ein solcher Bericht sagt: … ‚Dr. Boel … konnte mit seinem Schiff bis zum 81. Breitegrad in eisfreiem Wasser vordringen. … Ein norwegischer Kapitän … meldete, dass die Abnahme des Eises 1918 begonnen habe. … An manchen Stellen sind die Gletscher, die bis ins Meer reichten, gänzlich verschwunden. … Das Wasser, das sonst kaum 3 Grad Celsius hatte, war bis zu 13 Grad erwärmt‘“ (Das Goldene Zeitalter, Ausgabe Magdeburg, 15. Dezember 1923).

Betrachteten wahre Christen diesen Temperaturanstieg als Problem? Das Gegenteil ist der Fall. Unter der Überschrift „Verändert sich das Klima der Erde? Und werden die Pole wirklich wärmer?” schrieb die bereits zitierte Ausgabe des Goldenen Zeitalters:

Wir [haben] überall in der Welt seit 8 – 10 Jahren ein merklich verändertes Klima und Wettererscheinungen, wie sie früher kaum beobachtet wurden. Dies alles ist ohne Zweifel ein Übergangszustand einem gleichmäßigen gesunden Klima entgegen. … Nun kommt aber ein Prof. Kaßner und behauptet, es handle sich bei diesen Erscheinungen nicht um Klimaänderung, sondern lediglich um periodische Klimaschwankungen. … Hierauf erwidern wir, daß eine solche These jeder Begründung entbehrt. Eine periodische Erwärmung der Polargegenden läßt sich nicht nachweisen. … Die Tatsache, daß der Fürst dieser Welt diesen weiteren Beweis der nahe bevorstehenden Einführung des Goldenen Zeitalters zu entkräften sucht, ist selbstverständlich.

Der Klimawandel ist also kein Zeichen einer bevorstehenden Katastrophe – ganz im Gegenteil. Nachdem das Goldene Zeitalter eine Reihe von Zeichen „der unmittelbar bevorstehenden Aufrichtung des Reiches Gottes auf Erden“ aufzählt, fährt der Autor fort: „Genau so verhält es sich mit der derzeitigen Erwärmung der Pole, und das forschende aufrichtige Menschenherz wird sie mühelos … als eine auffallende und kraftvolle Begleiterscheinung der bevorstehenden Wiederherstellung unseres Planeten zu einer paradiesischen Wohnstätte für die Menschheit erkennen.“ Durch die globale Erwärmung werden „die Eiszonen der Pole verschwinden“, so dass überall auf der Erde ein warmes Klima herrschen wird.

imageWelche Folgen wird das für die Menschheit haben? „Man rechnet beispielsweise mit einem drastischen Ansteigen des Meeresspiegels, verursacht durch starkes Abschmelzen von Festlandeis und durch die wärmebedingte Ausdehnung des Meerwassers. Nicht nur niedrig gelegene Inselgebiete wie Tuvalu könnten verschwinden; gefährdet sind unter anderem auch große Teile der Niederlande und Floridas. … Außerdem sind Tausende von Tierarten gefährdet, darunter die Eisbären. … Mücken, Zecken und andere Krankheitsüberträger … [können] in weitere Regionen vordringen“ (Erwachet!, August 2008, Seite image3). Diese Aussichten sind ein weiterer Beweis dafür, dass die globale Erwärmung ein Vorgeschmack auf das künftige Paradies ist, denn der Untergang Hollands in Verbindung mit Gottes Gerichtstag wurde schon vor langer Zeit vorhergesagt (Offenbarung 18:21; siehe Babylon die Große ist gefallen! Hat sie sich wehgetan?). Auch sind „Mücken, Zecken und andere Krankheitsüberträger“ Geschöpfe Gottes, und ihre weitere Ausbreitung ist zweifellos in Übereinstimmung mit seinem Vorsatz (siehe Bakterien und Parasiten preisen Jehova). Unvollkommene Tierarten wie die Eisbären werden dagegen verschwinden, und die ursprünglichen (braunen) Bären werden „Stroh fressen so wie der Stier“ (Jesaja 11:7).

Es ist auch bekannt, dass im Paradies „die Wüste blühen wird“ (Der Wachtturm, 15. März 1992, Seite 26; Jesaja 35:1). In Übereinstimmung mit dieser Prophezeiung wird „der Westafrikanische Monsun zusammenbrechen und in der Folge nach Norden in die Sahara ausweichen. Ein Ergrünen dieser Region gehört damit zu den … Effekten der globalen Erwärmung“ (Wikipedia). Angesichts all dieser Beweise kann es wirklich keinen Zweifel daran geben, dass die globale Erwärmung das Werk Gottes ist, der die Erde auf diese Weise für das Paradies vorbereitet. Harmagedon ist nahe!

Aus dem "Photo-Drama der Schöpfung"

 

Nachdruck aus Erbrechet!, Juli 2009

„Am besten sind die dran, die gar nicht erst geboren wurden“ (Prediger 4:3, Neues Leben).

Kann eine Frau, die eine Abtreibung vornehmen lässt, Gott wohlgefällig sein? Viele Namenschristen haben eine festgelegte Position zu dieser Frage. Sie lassen sich von der „Weisheit der Welt“ beeinflussen (1. Korinther 1:20). Doch für uns ist entscheidend, was die Bibel zu diesem Thema verrät.

Beachten wir, was Salomo – der weiseste Mensch, der je lebte – über Abtreibungen sagte: „Wie imageglücklich sind doch die Toten, sie haben es viel besser als die Lebenden! Noch besser aber geht es denen, die gar nicht erst geboren wurden!“ (Prediger 4:2, 3, Hoffnung für Alle). Wirklich eine deutliche Aussage! Aber bezieht sie sich wirklich auf Menschen, die abgetrieben wurden?

Der gottesfürchtige Prophet Jeremia bestätigte das. Er klagte: „Wäre ich doch im Mutterleib gestorben! … Warum nur bin ich geboren?“ Er wünschte sich, seine Mutter hätte ihn abgetrieben. Stattdessen hatte er nun, weil er ein Diener Gottes war, „ein Leben zu führen, das … nichts als Leid und Elend bringt“ (Jeremia 20:17, 18, Gute Nachricht).

imageDer treue Hiob äußerte einen ähnlichen Gedanken. „Wär ich doch gleich bei der Geburt gestorben oder, noch besser, schon im Leib der Mutter!“ (Hiob 3:11, Gute Nachricht). Er beklagte sich bei Gott: „Warum hast du zugelassen, dass ich geboren wurde? Wäre ich doch gleich gestorben! Vom Mutterleib direkt ins Grab! … Lass mich jetzt in Frieden!“ (Hiob 10:18, 19, Hoffnung für Alle). Auch Hiob wünschte sich, seine Mutter hätte ihn abgetrieben.

Aber nicht nur für die ungeborenen Kinder ist eine Abtreibung das Beste. Jesus erklärte: „Wohl den Frauen, … die nicht geboren und nicht gestillt haben“ (Lukas 23:29, Einheitsübersetzung). Er wusste, dass Kinder einen nur beim Dienst für Gott behindern würden. Somit können wir festhalten, dass Abtreibungen von Gottes Wort nicht nur gutgeheißen, sondern sogar empfohlen werden.

 

Nachdruck aus Erbrechet!, September 2009

„Da ist ein Becher in der Hand Jehovas, und der Wein schäumt, er ist voll Mischtrank.“ (Psalm 75:8)

imageAn vielen Stellen warnt Gottes Wort vor der Gefahr, die von Wein ausgeht. Beispielsweise stellte der weise Salomo fest: „Wer hat Weh? Wer hat Unbehagen? … Die sich lange Zeit beim Wein aufhalten“ (Sprüche 23:29, 30). Ja, „der Wein ist ein Spötter, … und jeder, der davon irregeht, ist nicht weise“ (Sprüche 20:1).

Hatte es „der weiseste Mann des Altertums, König Salomo“, wirklich nötig, uns vor buchstäblichem Wein zu warnen? (Der Wachtturm, 1. Januar 1970, Seite 12). Nein, denn der Wein ist ein Geschenk Gottes, und laut seinen Zeitgenossen war auch Jesus „dem Weintrinken ergeben“ (Psalm 104:15; Matthäus 11:19). Genauso wenig, wie Jesus vor buchstäblichem Sauerteig warnte, wollte Salomo auf die Gefahren des buchstäblichen Weins aufmerksam machen (Matthäus 16:12). Vielmehr geht es um den sinnbildlichen Wein, der für Menschen zu einer großen Gefahr werden kann.

Der wahre Weinstock

Jesus Christus erklärte, wer die Menschen in geistiger Hinsicht trunken macht, als er sagte: „Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weingärtner“ (Johannes 15:1). Ja, „da ist ein Becher in der Hand Jehovas, und der Wein schäumt, er ist voll Mischtrank“ (Psalm 75:8). „In den Tagen Jojakims“ beauftragte Jehova seinen Propheten Jeremia: „Geh zum Hause der Rechabịter, … und du sollst ihnen Wein zu trinken geben“ (Jeremia 35:1, 2). Offensichtlich braucht er Anbeter, die in geistiger Hinsicht betrunken sind, daher ließ er durch den Propheten Jesaja über sein Volk sagen: „Sie werden bestimmt Weingärten pflanzen“ (Jesaja 65:21).

imageJehova, der große Weingärtner, und Jesus, der wahre Weinstock, machen die Menschen nicht allein trunken. Ein Weingärtner pflanzt seinen Weinstock in einen Weingarten, und das tat auch Jehova. „Der Weingarten Jehovas der Heerscharen ist das Haus Israel“, erklärte der Prophet Jesaja (Jesaja 5:7). Heute ist „das geistige Israel die Versammlung gesalbter Christen“, und die Gesalbten unterstützen Jehova und Jesus dabei, die Menschen trunken zu machen (Der Wachtturm, 1. Juli 1987, Seite 13). Der „treue und verständige Sklave“ der Zeugen Jehovas ist wirklich „ein Weingarten schäumenden Weines! Ich, Jehova, behüte ihn. Jeden Augenblick werde ich ihn tränken“ (Matthäus 24:45; Jesaja 27:2, 3).

„Die sich lange Zeit beim Wein aufhalten“ sind also Personen, die sich intensiv mit Gott und Jesus Christus beschäftigen oder die sich den Schriften der gesalbten Zeugen Jehovas widmen. Salomo beschrieb diese Gruppe wie folgt: „Willst du wissen, wer ständig stöhnt und sich selbst bemitleidet? Wer immer Streit hat und sich über andere beklagt? … Das sind die, die bis spät in die Nacht beim Wein sitzen“ (Sprüche 23:29, 30, Gute Nachricht).

Seufzen und stöhnen

Im Wachtturm vom 1. März 2004 heißt es: „Wenn Sie zu den Menschen gehören, die ‚seufzen und stöhnen‘, … dann laden wir Sie ein, sich Jehovas Zeugen … anzuschließen“ (Seite 7). Es ist tatsächlich vor allem die Gruppe der Zeugen Jehovas, die „ständig stöhnt und sich selbst bemitleidet“. Im Wachtturm vom 1. Januar 1990 und anderen Schriften klagen sie darüber, „daß Jehovas Zeugen in allen Nationen der Erde gehaßt werden und auf Gegnerschaft stoßen“ (Seite 12). Doch schon der Apostel Paulus schrieb, er und seine Mitchristen wären „die bemitleidenswertesten aller Menschen“ (1. Korinther 15:19).

Weiter sagte Salomo zu einem Menschen, der sich zu intensiv mit dem ‚wahren Weinstock‘ beschäftigt: „Du siehst Dinge, die es gar nicht gibt, und redest imagedummes Zeug“ (Sprüche 23:33, Gute Nachricht). Das erfüllte sich bereits im ersten Jahrhundert, als einige von Jesu Aposteln Moses und Elia sahen – eindeutig „Dinge, die es gar nicht gibt“, denn die beiden waren zu dieser Zeit schon seit Jahrhunderten tot. Später wurde Paulus „außerhalb des Leibes … bis zum dritten Himmel entrückt“ (2. Korinther 12:2). Der Apostel Johannes sah sogar Drachen mit sieben Köpfen und andere fantastische Kreaturen (Offenbarung 12:3; 13:1).

Jehovas Zeugen schreiben in dem Buch Die gute Botschaft, die Menschen glücklich macht: „Vor unserem geistigen Auge können wir sehen, wie das Paradies auf der Erde wiederhergestellt wird“ (Seite 122). In ihren Zeitschriften zeigen sie Löwen, die Stroh fressen, und Kinder, die mit giftigen Schlangen spielen. Wahrhaft „Dinge, die es gar nicht gibt“!

„Dummes Zeug“

Tatsächlich redet auch niemand so viel „dummes Zeug“ wie Menschen, die sich intensiv mit Jesus Christus und Gott beschäftigen. Beispielsweise schrieb der heilige Odo von Cluny, der im 9. und 10. Jahrhundert lebte, es würde „nur Erbrechen verursachen, Weiber anzuschauen.“ Im 13. Jahrhundert schrieb der heilige Thomas von Aquin: „Mädchen entstehen durch schadhaften Samen oder feuchte Winde. … Die Frau ist ein Missgriff der Natur, … eine Art verstümmelter, verfehlter, misslungener Mann.“

Rudolf Graber, katholischer Bischof von Regensburg, sagte im Jahr 1980: „Sexualität führt zur Bestialität.“ Und der evangelische Manager Klaus Gerth schrieb, dass AIDS „nicht in erster Linie ein Gericht Gottes ist (das natürlich auch), sondern eine besondere Gnade Gottes, um den Menschen … ihr falsches Verhalten vor Augen zu führen.“ Thomas J. Schaum behauptet sogar auf seiner Website: „Kein Kind kann eine staatliche Schule besuchen, ohne dabei zu sündigen!“ Ja, „Wein und Most“ – die christliche Lehre und die damit verbundenen Gedankengänge – „vernebeln ihnen den Verstand“ (Hosea 4:11, Hoffnung für Alle).

Wie bereits erwähnt, hat der „treue und verständige Sklave“ als Gottes „Weingarten“ einen besonderen Anteil daran, Menschen geistig trunken zu machen. Dementsprechend redet er auch besonders viel „dummes Zeug“, wie in seinen unzähligen Schriften überall zu lesen ist. Schon der erste Präsident der Wachtturm-Gesellschaft, Charles Taze Russell, schrieb im Photo-Drama der Schöpfung: „Die Abydostafel … weist Adam als den ersten Pharao nach und Noah als den zwanzigsten“ (Seite 21).

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Später schrieben seine Nachfolger in der Zeitschrift The Golden Age: „Wer hätte, als der Prophet sagte ‚Die Wüste soll jubeln und blühen wie die Rose‘ (Jesaja 35:1) gedacht, dass eines der Mittel, die der Herr benutzen wird, um die Erfüllung dieser Prophezeiung herbeizuführen, … Dynamit sein würde?“ (1. Oktober 1919, Seite 16). In einer anderen Ausgabe wurde gesagt: „Es gibt einige gut bezeugte Fälle, in denen Frauen in Männer umgewandelt wurden, und es ist möglich, dass diese Umwandlung allgemein stattfindet und wir alle als Brüder miteinander leben werden“ (2. April 1930, Seite 446).

Fünf Jahre später war zu lesen: „Das nächste Jahr, in dem die Sonne genauso oft verfinstert wird, wird 2485 sein, in 550 Jahren, und Millionen jetzt Lebender werden das Vorrecht haben, Zeuge dieses Ereignisses zu sein“ (Ausgabe vom 27. Februar 1935, Seite 339). In der Ausgabe vom 15. Januar 1936 wird schließlich behauptet, Nahrung aus Weißmehl hätte auf den Menschen „ungefähr die gleiche Wirkung wie Gips“ und dann festgestellt: „Die allererste Tätigkeit eines gesunden Tieres am Morgen ist die imageAusscheidung. Da der Mensch das weiß, ist es seine Verpflichtung, sich entsprechend zu trainieren“ (Seite 227).

Auch in neuerer Zeit redet der „treue und verständige Sklave“ genügend „dummes Zeug“, etwa: „Ein ‚Schaufensterbummel‘… ist ein billiges Vergnügen, besonders wenn man ihn nach Ladenschluß unternimmt“ (Erwachet!, 22. April 1979, Seite 6). Und in dem Kinderbuch Lerne von dem großen Lehrer heißt es: „Die Dämonen haben ihren Spaß, wenn die Menschen etwas tun, was Jehova verbietet. Zum Beispiel gefällt es den Dämonen, wenn Jungs und Mädchen gegenseitig mit ihrem Penis oder ihrer Scheide spielen“ (Seite 60).

Widersprüche

Weiter sagte Salomo zu einem Gläubigen: „Du fühlst dich wie auf stürmischer See“ (Sprüche 23:34, Gute Nachricht). Tatsächlich liegt es in der unklaren Natur der christlichen Religion, dass ihre Anhänger „von jedem Wind der Lehre hierhin und dorthin getrieben werden“ (Epheser 4:14). Ist Gott dreieinig oder nicht? Was geschieht beim Tod? Zu wem sollte man beten? Schon auf diese grundlegenden Fragen geben verschiedene Bibeltexte – und verschiedene christliche Gruppen – verschiedene Antworten. Hurerei wird mit dem Tod bestraft, aber treue Diener Gottes der alten Zeit gingen zu Prostituierten. Jesus sagte: „Wer kein Schwert hat, verkaufe sein äußeres Kleid und kaufe eins“ und kurz darauf: „Alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen“ (Lukas 22:36; Matthäus 26:52).

Nicht nur die verschiedenen christlichen Gruppierungen haben unterschiedliche Lehren, sondern auch innerhalb derselben Gruppe gibt es verschiedene Ansichten. Besonders deutlich ist das bei Jehovas imageZeugen, deren Lehre immer wieder durch „neues Licht“ geändert wird: Einmal sind die „Generation“ aus Matthäus 24:34 die gesalbten Christen, dann Menschen, die das Jahr 1914 erlebt haben, dann die bösen Menschen unserer Zeit und dann wieder die Gesalbten. Kein Wunder, dass man sich fühlt „wie auf stürmischer See“, wenn man versucht, in diesem Gewirr die „Wahrheit“ herauszufinden.

Es ist verständlich, dass Jeremia, ein Anbeter Gottes, sagte: „Ich bin wie ein Mann geworden, der betrunken ist, und wie ein kräftiger Mann, den der Wein überwältigt hat, Jehovas wegen und seiner heiligen Worte wegen“ (Jeremia 23:9). Zu versuchen, die „heiligen Worte“ Gottes zu verstehen, kann einen wirklich in den Wahnsinn treiben. „Es werden viel zu viele Bücher geschrieben“, vor allem von Jehovas Zeugen, „und das viele Grübeln kann dich bis zur Erschöpfung ermüden“ (Prediger 12:12, Gute Nachricht).

Von Jehova gezogen

Wenn es so gefährlich ist, sich mit der Lehre von Jesus Christus, dem ‚wahren Weinstock‘, zu beschäftigen, wieso tun das dann so viele Menschen? Jehova, der große Weingärtner, offenbarte durch König Lemuel seine Strategie: „Gebt Rauschtrank dem Mutlosen und Wein den Verbitterten“ (Sprüche 31:6, Neues Leben). In der Tat, gerade ‚Mutlose und Verbitterte‘ fallen oft auf die Versprechungen von Jehovas Zeugen oder anderen christlichen Sekten herein, die ihnen „ein sorgenfreies Leben im Paradies“ oder „wahres und ewiges Glück“ versprechen (Der Wachtturm, 1. März 1996, Seite 29; 15. September 2001, Seite 23). image

Jesus Christus sagte: „Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, der Vater, der mich gesandt hat, ziehe ihn“ (Johannes 6:44). Der Prophet Jesaja deckte eine weitere Methode auf, wie Jehova Menschen zu sich und zu Jesus zieht: „Jehova der Heerscharen wird bestimmt … ein Festmahl von Gerichten, reich an Öl, machen, ein Festmahl von Wein“ (Jesaja 25:6). Dadurch werden Menschen angezogen, die im übertragenen Sinne Wein und Öl lieben.

Der weise Salomo wusste allerdings: „Wer Wein und Öl liebt, wird keinen Reichtum gewinnen“ (Sprüche 21:17). Daher gab er den Rat: „Begib dich nicht unter starke Weintrinker“ (Sprüche 23:20). Er wusste: „Auf sie wartet die Armut“ (Sprüche 23:21, Hoffnung für Alle).

„Wehe denen, die am Morgen früh aufstehen!“

Einige Warnungen in der Bibel sind speziell an Jehovas Zeugen gerichtet, beispielsweise die des imagePropheten Jesaja: „Wehe denen, die am Morgen früh aufstehen, um nur nach berauschendem Getränk zu suchen, die bis spät im Abenddunkel verweilen, so daß der Wein selbst sie erhitzt!“ (Jesaja 5:11). Tatsächlich stehen Jehovas Zeugen „früh auf, um jeden Morgen den Tagestext zu betrachten“ (Der Wachtturm, 1. Juli 1992, Seite 29). Sie suchen „nach berauschendem Getränk“, nach der Broschüre Täglich in den Schriften forschen. Nicht umsonst sagte David über Jehova: „Du hast dein Volk Hartes sehen lassen. Du hast uns mit Wein getränkt, der uns taumeln macht“ (Psalm 60:3).

Ungläubige schlafen am Wochenende meistens aus, doch Jehovas Zeugen stehen auch samstags „am Morgen früh auf“, um den Predigtdienst durchzuführen. Über einige Verkündiger wird auch gesagt, „dass sie an einigen Tagen für die Hausarbeit etwas früher aufstehen“ um „am Tag mehr Zeit für die Predigt- und Lehrtätigkeit“ zu haben (Unser Königreichsdienst, März 2002, Seite 3). Viele Versammlungen haben am Sonntagmorgen das Wachtturm-Studium, so dass kein einziger Tag zum Ausschlafen bleibt.image

Regelmäßig verweilen Jehovas Zeugen außerdem „bis spät im Abenddunkel“, um sich der Lehre des ‚wahren Weinstocks‘ zu widmen. In den 1920er Jahren konnten Zusammenkünfte in Rumänien schon mal „von 10 Uhr abends bis 2 Uhr morgens“ dauern (Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2006, Seite 108). Heute ist die Dienstzusammenkunft zwar normalerweise früher zu Ende, aber viele Familien kommen trotzdem erst „spät im Abenddunkel“ nach Hause. Bevor die Leute wegen der Terrorgefahr misstrauischer wurden, hatten Jehovas Zeugen in Irland auch regelmäßig noch „nach Einbruch der Dunkelheit“ den Predigtdienst durchgeführt (siehe Jahrbuch der Zeugen Jehovas 1988, Seite 114).

Im Besonderen erfüllt sich die Prophezeiung aus Jesaja 5:11 jedoch in Verbindung mit den jährlichen Bezirkskongressen. Besucher des Kongresses „Göttlicher Name“ berichteten, dass „man täglich eine ziemlich weite Strecke zum Kongreßgelände zurückzulegen hatte und man früh aufstehen mußte und spät ins Bett kam“ (Erwachet!, 22. Januar 1972, Seite 18). Auch heute müssen Jehovas Zeugen früh aufstehen, um mit dem Bus zum Kongress zu fahren, und kommen trotzdem erst „spät im Abenddunkel“ nach Hause. Die Atmosphäre auf diesen Propagandaveranstaltungen ‚berauscht‘ sie; sie werden „erhitzt“ und fühlen sich nach so einem Kongress „glühend im Geist“ (Römer 12:11).

Leidtragende Kinderimage

Der Prophet Joel schildert auf anschauliche Weise, wozu es führen kann, wenn man den Glauben an Jesus über alles andere stellt: „Das weibliche Kind verkauften sie um Wein, damit sie trinken konnten“ (Joel 3:3). Natürlich „verkaufen“ Jehovas Zeugen ihre Töchter nicht buchstäblich. Doch „wenn Eltern ihre Kinder ermuntern, den Pionierdienst aufzunehmen, kann gesagt werden, daß sie diese Jehova opfern, genauso wie Jephtha seine Tochter Gott, der ihm den Sieg geschenkt hatte, als ein ‚Brandopfer‘ opferte“ (Der Wachtturm, 1. Dezember 1992, Seite 12).

Viele christliche Väter vernachlässigen ihre Kinder, um sich ‚theokratischen Verpflichtungen‘ zu widmen. Sie sitzen bis „spät im Abenddunkel“ bei Ältestenbesprechungen und sind mehr um ihren Predigtdienstbericht und ihre Interessierten als um ihre eigenen Söhne und Töchter besorgt. Und falls ihre Kinder sich eines Tages entschließen, dem „Weingarten Jehovas“, dem „treuen und verständigen Sklaven“, nicht länger zu folgen, werden sie völlig von der Familiengemeinschaft abgeschnitten. In dem Buch Bewahrt euch in Gottes Liebe wird deutlich gesagt: „Wer Jehova treu sein möchte, sucht nicht nach Vorwänden für Kontakte mit einem ausgeschlossenen Verwandten, der eine eigene Wohnung hat“ (Seite 209). Jehovas Zeugen ‚verkaufen‘ sozusagen ihre Kinder um der Menschengebote der Wachtturm-Organisation willen.

Ihr Ende

Der Prophet Habakuk zeigt, welche Folgen es hat, sich mit dem von Jehova, Jesus und dem ‚treuen und verständigen Sklaven‘ ausgeteilten symbolischen Wein zu befassen: „Weil der Wein verräterisch wirkt, ist ein kräftiger Mann anmaßend; und er wird sein Ziel nicht erreichen“ (Habakuk 2:5). Nicht nur Jehovas Zeugen, sondern auch andere religiöse Menschen werden schnell „anmaßend“ und halten sich für „das auserwählte Volk Gottes“. Sie treffen dann Aussagen wie: „Für die Menschen, die die von uns übermittelte Botschaft hören, geht es um Leben oder Tod. Sie werden auf der Grundlage ihrer Reaktion auf die gute Botschaft gerichtet“ (Unser Königreichsdienst, Februar 2002, Seite 8).

In ihrer Anmaßung wünschen sie anderen Menschen die baldige Vernichtung: „Panischer Schrecken wird sich der Menschenmassen bemächtigen, so daß sie nicht mehr wissen, was sie tun, und daher beginnen, sich gegenseitig umzubringen. … Verwesen wird die Zunge derer, die über die Warnung vor Harmagedon gespottet und gelacht haben! … Verwesen wird das Fleisch derer, die nicht begreifen wollten, dass der lebendige und wahre Gott Jehova heißt! Ja, verwesen werden sie, während sie auf ihren Füßen stehen. Von einem Ende der Erde bis zum anderen Ende werden Leichen umherliegen“ (Vom verlorenen Paradies zum wiedererlangten Paradies, Seite 208).

imageDoch jemand, dessen Wunsch die Vernichtung fast aller seiner Mitmenschen ist, „wird sein Ziel nicht erreichen“. Nein, „der Wein ist ein Spötter“ (Sprüche 20:1). Wer die Worte Jesu, des ‚wahren Weinstocks‘, zu ernst nimmt, wird unweigerlich zu einem Gegenstand des Spotts werden. Der Apostel Petrus wusste, dass Jesu Vorhersagen über seine künftige Gegenwart sich nicht erfüllen würden. Daher erklärte er, dass „Spötter mit ihrem Spott kommen werden, die … sagen: ‚Wo ist diese seine verheißene Gegenwart?‘“ (2. Petrus 3:3, 4).

Wer auf Jesus hört, macht sich also zum Gespött. Deshalb sagte der Apostel Paulus: „Es ist gut, nicht Fleisch zu essen noch Wein zu trinken“ (Römer 14:21). Hüten wir uns vor allem, was mit dem ‚wahren Weinstock‘ Jesus, dem großen „Weingärtner“ Jehova oder seinem „Weingarten“, dem ‚treuen und verständigen Sklaven‘, zu tun hat! Ja, „wehe denen, die im Weintrinken stark sind!“ (Jesaja 5:22).

Wer sich zu viel mit Gott, Jesus und dem Wachtturm beschäftigt, „dem wird es schlecht ergehen“ (Sprüche 13:20). „Betrinkt euch nicht mit Wein; sonst ruiniert ihr damit euer Leben!“ (Epheser 5:18, Neues Leben).

 

Nachdruck aus Erbrechet!, September 2010

„Gott ging daran den Menschen in seinem Bilde zu erschaffen“ (1. Mose 1:27)

Die griechischen Götter sind für ihre unmoralische Handlungsweise bekannt. „Nach der griechischen Mythologie frönten die Götter und Göttinnen … jedem Laster und verübten jedes erdenkliche Verbrechen. … Zu den abscheulichen Praktiken, die gewissen [griechischen] Gottheiten zugeschrieben werden, gehören … Lügen, Diebstahl, Trunkenheit und Mord. Es hieß, daß diejenigen, die sich die Mißgunst eines Gottes oder einer Göttin zuzogen, auf grausamste Weise hingerichtet wurden“ (Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1, Seiten 230, 990).

Woher hatten die griechischen Götter diese Eigenschaften? Der Philosoph Aristoteles erklärte, dass „die Menschen die Gestalten der Götter nach sich selbst abbilden, so auch deren Lebensformen“ (Politik, Buch 1, Teil 2, übersetzt von Olof Gigon). „Die Unsittlichkeit der Götter diente dazu, die verkehrte Handlungsweise der Menschen zu rechtfertigen“ (Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1, Seite 991). Die Griechen schufen die Götter also in ihrem eigenen Ebenbild und schrieben ihnen Charakterzüge zu, die sie selbst besaßen.

Allerdings sind Griechen auch Menschen, und „Gott ging daran, den Menschen in seinem Bilde zu erschaffen, im Bilde Gottes erschuf er ihn“ (1. Mose 1:27). Somit wurden auch die Griechen im Bilde Gottes erschaffen. Die Eigenschaften der griechischen Götter spiegeln daher nicht nur diejenigen ihrer menschlichen Erfinder, sondern auch diejenigen Gottes wider.

Tatsächlich verübte auch Jehova „jedes erdenkliche Verbrechen“, wie aus der Bibel deutlich hervorgeht. Er belog Abraham, David, Salomo und andere, und er beauftragte einen Engel, König Ahab zu betrügen (1. Mose 13:14-16; Apostelgeschichte 7:2-6; 2. Samuel 7:16; 1. Chronika 17:14; 1. Könige 22:20-22; siehe Erbrechet!, September 2009, Seite 15). Er beauftragte sein Volk, die Ägypter und die Kanaaniter auszuplündern (2. Mose 3:22; 5. Mose 6:10, 11). Er war mindestens einmal betrunken, und mehrmals zwang er sein Volk, unschuldige Kinder zu ermorden (Psalm 78:65; Josua 6:21; 1. Samuel 15:3). Wer sich ‚seine Missgunst zuzog‘, wurde vom Erdboden verschluckt, von Hagelsteinen erschlagen oder von Hunden oder Würmern gefressen (4. Mose 16:32; Josua 10:11; 2. Könige 9:35-37; Apostelgeschichte 12:23).

Somit können wir zweifelsfrei feststellen: Die griechischen Götter sind im Bilde der Griechen geschaffen, und die Griechen sind im Bilde Gottes geschaffen. Daher widerspiegeln Zeus, Hermes, Dionysos und die anderen griechischen Götter in Wirklichkeit die Charakterzüge Jehovas, des Erschaffers der Menschheit und der Griechen.

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Nachdruck aus Unser Kürbisreichsdienst, Juli 2008

In der Welt wird der Urlaub oft als „die schönste Zeit des Jahres“ betrachtet. Doch für wahre Christen ist der Urlaub zweifellos die beste Zeit, um Jehova im vermehrten Maß zu verherrlichen. „Die Urlaubszeit gibt uns … Gelegenheit, einen volleren Anteil am Predigen des Königreiches zu haben“, schrieb Unser Königreichsdienst vom Juli 1984.

Sollten Christen überhaupt Urlaub machen? Die Bibel berichtet von keinem Diener Gottes, der Urlaub gemacht hätte. Zwar kommt das Wort „Urlaub“ in der Bibel vor, doch in beiden Fällen handelte sich um Reisen zur Förderung der wahren Anbetung (1. Samuel 20:6; Nehemia 13:6). Auch die ersten Christen reisten offenbar nur, um zu predigen. Allerdings werden Urlaubsreisen in Gottes Wort nicht ausdrücklich verboten.

Jeder Christ muss daher selbst entscheiden, ob er Urlaub machen will. Doch zweifellos wollen wir alle Anweisungen des ‚treuen und verständigen Sklaven’ befolgen, den Jesus „über seine ganze Habe“ – also auch über uns – gesetzt hat. Dazu gehört auch die Anweisung, uns „im Urlaub … unbedingt vor[zu]nehmen, die Zusammenkünfte der Versammlung am Urlaubsort zu besuchen“ und uns „auch am Predigtdienst zu beteiligen“ (Unser Königreichsdienst, Juli 1987, Seite 1).

Ziel und Dauer

Da wir nur in einem deutschsprachigen Land einen sinnvollen Anteil an den Zusammenkünften haben können, sollten wir längere Urlaubsreisen auf Deutschland, Österreich und den deutschsprachigen Teil der Schweiz beschränken.

Falls wir planen, in andere Länder zu fahren, müssen wir darauf achten, keine Zusammenkünfte in unserer Heimatversammlung zu versäumen. Wenn die Zusammenkünfte am Sonntag und am Freitag stattfinden, könnten wir beispielsweise von Montag bis Donnerstag verreisen.

Im Reisebüro

Zeugnis geben können wir immer und überall, denn „wir alle sind 24 Stunden am Tag Zeugen für Jehova [bei einer langen Flugreise in westlicher Richtung sogar mehr als 24 Stunden] und sind deshalb bereit, bei jeder Gelegenheit unser Licht leuchten zu lassen“ (Der Wachtturm, 15. Mai 1998, Seite 19). Wir können damit bereits im Reisebüro beginnen.

Erzählen wir doch dem Verkäufer von unserer wunderbaren Hoffnung, dass man bald keine Urlaubsreisen mehr braucht, weil es überall auf der Erde gleich schön sein wird! Wir könnten auch erwähnen, dass es keine Flugzeuge mehr geben wird, die die Luft verschmutzen und eine Erfindung des Systems Satans sind.

Vorbereitet sein

Um im Ausland Zeugnis zu geben, sollten wir gut vorbereitet sein. Achten wir darauf, die wichtigste Literatur (Bibeln, Erkenntnis-Bücher, die Broschüren Was erwartet Gott von uns?, Wenn ein geliebter Mensch gestorben ist und Kümmert sich Gott wirklich um uns usw.) sowie das aktuelle Monatsangebot in unserer eigenen Sprache, in der Sprache des Urlaubslandes und in den Sprachen anderer Touristen, die in dieser Gegend Urlaub machen, jederzeit bei uns zu haben. So können wir jede Gelegenheit zum Zeugnisgeben nutzen und vielleicht gleich ein Bibelstudium einrichten.

Persönliches Studium

Unsere eigenen geistigen Bedürfnisse dürfen natürlich auch nicht zu kurz kommen. Sicherlich möchte kein wahrer Christ ohne seine wichtigsten Hilfsmittel in den Urlaub fahren, wozu u. a. die Studierbibel, die Einsichten-Bücher und die Konkordanz gehören. Auch die Broschüre Täglich in den Schriften forschen sowie alle Wachtturm-Ausgaben, aus denen die Kommentare entnommen sind, dürfen im Reisegepäck nicht fehlen.

Wenn wir für mehrere Tage verreisen, wäre es auch sinnvoll, die letzten Wachtturm-Jahrgänge mitzunehmen. Bei unerwartet auftretenden Fragen – etwa „Dürfen Christen Eis essen, wenn der Verkäufer sich vorher die Hände in der Moschee gewaschen hat“ oder „Dürfen wahre Christen zusammen mit Abtrünnigen im selben Meer baden“ – können wir dann sofort nachforschen, um eine biblisch fundierte Antwort zu finden. Es wäre auch empfehlenswert, immer einen Laptop mit der aktuellen Watchtower Library griffbereit zu haben.

Diebe mit der guten Botschaft erreichen

In vielen Urlaubsländern ist Diebstahl an der Tagesordnung. Stecken wir daher immer einige Traktate in der Landessprache in unseren Geldbeutel. Auf diese Weise können auch Taschendiebe ein Zeugnis erhalten, die im Haus-zu-Haus-Dienst oftmals nur schwer zu erreichen sind.

Im Flugzeug

Falls wir unsere Reise mit dem Flugzeug durchführen, können wir die Flugzeit zum Zeugnisgeben nutzen. Sprechen wir mit anderen Passagieren darüber, dass Flugzeuge viel häufiger abstürzen als Vögel, was die Überlegenheit der Schöpfungswerke Jehovas zeigt.

Gehen wir von Reihe zu Reihe und erzählen wir von der wunderbaren Auferstehungshoffnung! Es empfiehlt sich, eine ausreichende Menge des Traktats Welche Hoffnung gibt es für verliebte Gestorbene? in verschiedenen Sprachen bei uns zu haben.

Beim Badeurlaub

Auch am Urlaubsort gibt es zahllose Gelegenheiten zum Zeugnisgeben. Wenn wir am Wasser Urlaub machen – sei am Meer, an einem See oder im örtlichen Freibad – könnten wir die anderen Gäste darauf hinweisen, dass nur das „Wasser des Lebens“ echte Abkühlung bringen wird, und ihnen ein Bibelstudium anbieten (Offenbarung 22:1).

Wir könnten auch Bibeltexte oder Wachtturm-Zitate auf unsere Handtücher oder Gummitiere schreiben und auf diese Weise Zeugnis von unserer Hoffnung ablegen. Andere haben es sich zur Gewohnheit gemacht, jeden Morgen den Tagestext und den Kommentar am Strand in den Sand zu schreiben.

Wenn wir uns am Meer aufhalten, könnten wir statt Burgen Wachttürme aus Sand bauen. Erzählen wir den anderen Gästen, wie sehr wir uns auf die Erfüllung der Prophezeiung freuen, dass ‚das Meer nicht mehr ist’ (Offenbarung 21:1). Warnen wir sie eindringlich davor, dass „aus dem Meer ein wildes Tier mit zehn Hörnern und sieben Köpfen aufsteigen“ wird (Offenbarung 13:1).

Eine gute Möglichkeit wäre auch, unsere Liegen statt mit Handtüchern mit älteren Wachtturm- und Erwachet!-Ausgaben zu belegen. Es wäre jedoch nicht angebracht, am Strand Muscheln zu sammeln, da diese in manchen Kulturen als Glücksbringer verwendet werden. Gerade am Mittelmeer sollten wir uns außerdem an den Propheten Jona erinnern, der von diesem Meer verschlungen wurde, weil er nicht predigen wollte (Jona 1:15).

Am See

Verbringst du den Urlaub dagegen an einem See, etwa am Gardasee oder am Chiemsee? Lass die anderen Gäste wissen, dass sie bald „in den Feuersee geschleudert“ werden, wenn sie nicht mit dir die Bibel studieren (Offenbarung 20:14).

Im Restaurant

Wenn wir in einem Hotel oder Restaurant essen, sollten wir vorher laut zu Jehova beten. Erwähnen wir dabei auch, dass er den anderen Gästen helfen möge, rechtzeitig zur Wahrheit zu kommen, bevor sein Strafgericht hereinbricht. Danken wir ihm dafür, dass er uns Erkenntnis gegeben hat, die allen anderen Gästen des Lokals bisher verwehrt geblieben ist.

Gibt es abends Animation im Hotel, könnten wir dem Hoteldirektor vorschlagen, statt dessen einen biblischen Vortrag zu halten. Die Gäste werden sich über diese Abwechslung sicherlich freuen. Die Zeit kann auch als Predigtdienst berichtet werden.

Im Gebirge

Der Prophet Jesaja sagte: „Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße dessen, der gute Botschaft bringt“ (Jesaja 52:7). Ja, auch wenn wir unseren Urlaub in den Bergen verbringen, können wir die „gute Botschaft“ predigen.

Erzählen wir anderen Wanderern davon, dass im Paradies niemand mehr in den Bergen verunglücken wird. Wenn jemand nicht auf uns hören will, könnten wir die Worte des Engels zitieren: „Sie [solche Menschen wie er] sagen fortgesetzt zu den Bergen und zu den Felsen: ‚Fallt über uns, und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes, denn der große Tag ihres Zorns ist gekommen’“ (Offenbarung 6:16, 17).

Machen wir deutlich, dass es dann zu spät sein wird. Wir könnten auch das Beispiel Gideons nachahmen, indem wir das Gipfelkreuz „umhauen“ und im Feuer verbrennen (Richter 6:25-27). Bei einem Urlaub im Gebirge sollten wir außerdem nur im Tal essen, denn über einen treuen Diener Jehovas wird gesagt: „Auf den Bergen aß er nicht“ (Hesekiel 18:6).

Andere Möglichkeiten

Auch an anderen Urlaubsorten können wir Zeugnis geben. Unser Königreichsdienst hat regelmäßig davon abgeraten, im Straßendienst zu nahe beieinander zu stehen – warum diesem wunderbaren Dienstzweig nicht einmal in der Wüste nachgehen? In der Mongolei könnten wir den Haus-zu-Haus-Dienst mit ausgedehnten Spaziergängen verbinden.

Falls wir in einem Land Urlaub machen, in dem das Werk verboten ist, könnten wir zunächst bei der nächstgelegenen Polizeiwache vorsprechen und dann den Straßendienst durchführen. Sprechen wir darüber, dass Gott bald alle menschlichen Regierungen beseitigen wird. Auf diese Weise können wir das Beispiel der ersten Christen nachahmen (Apostelgeschichte 7:59; 14:19).

Bestimmt möchten wir alles daransetzen, auch in Verbindung mit unserem Urlaub Jehova zu preisen und von unserer wunderbaren Hoffnung Zeugnis abzulegen, damit noch mehr Menschen zu uns ins geistige Paradies kommen!

 

Nachdruck aus Erbrechet!, Juli 2009

Vielerorts benutzen die Menschen Besen, um ihre Wohnung und ihren Hof sauber zu halten. Können auch Christen guten Gewissens einen Besen benutzen? – B. B., Schierke

Tatsächlich sind Besen schon seit Jahrtausenden in Gebrauch. Ihr Ursprung reicht weit in die vorchristliche Zeit zurück. Schon im alten China verehrten die Menschen eine Besengöttin, was zeigt, dass bereits damals eine enge Verbindung zwischen dem Besen und der Mythologie bestand.

Auch die alten Römer schrieben dem Besen eine magische Funktion zu. Dort „fegten die Hebammen, bevor in einem Haus ein Kind zur Welt kam, mit einem Besen die Türschwelle, um das Böse zu vertreiben“, heißt es in einem Internetforum.

Aber das ist lange her. Besteht heute immer noch eine Verbindung zwischen Besen und Magie? Nach Aussage vieler Hexen, „ist der Besen das wichtigste Attribut der Hexe – damals wie heute“ (Der Hexenbesen). Im Internetforum hexe.de heißt es: „Kein anderes Utensil wird so sehr mit der Hexe assoziiert wie der Besen. Die typische Hexe wird auf imageeinem Besenstiel durch die Luft fliegend dargestellt. In Tlazelteotl (Mexiko) wurde eine göttliche Hexe verehrt, die nackt auf einem Besen ritt.“ Noch heute kann man im Harz einen Hexenbesenführerschein machen.

Auch Jesus warnte vor der Gefahr, die von der Benutzung eines Besens ausgeht. Er beschrieb einen unreinen Geist, der auf der Suche nach einer Wohnstätte ein Haus inspiziert: „Bei der Ankunft findet er es sauber gefegt. … Dann geht er hin und nimmt sieben andere Geister mit sich, die bösartiger sind als er selbst, und nachdem sie eingezogen sind, wohnen sie dort“ (Lukas 11:25, 26).

Wir sehen also deutlich, dass der Besen ein heidnisches Symbol ist und eng mit der falschen Religion, ja sogar mit Magie und Okkultismus, in Verbindung steht. Der Gebrauch eines Besens kann Dämonen anlocken. Bestimmt werden wir als Christen alles daransetzen, uns vor Besen zu hüten!

 

Nachdruck aus Erbrechet!, September 2009

Gemäß einer forsa-Umfrage von 2008 tragen 64 Prozent der befragten Männer und 74 Prozent der Frauen eine Sonnenbrille. Doch nur, weil viele etwas tun, muss es noch lange nicht richtig sein. Viele Menschen lügen auch, und trotzdem ist Lügen verkehrt (Offenbarung 21:8). Als wahre Christen möchten wir herausfinden, wie Gott über das Tragen von Sonnenbrillen denkt.

Gemäß der Encyclopaedia Wikipedia hat eine Sonnenbrille die Aufgabe, „die Augen vor unangenehmen oder schädlichen Auswirkungen des Sonnenlichtes zu schützen.“ Doch imagewer hat die Sonne und ihr Licht geschaffen? War es nicht Jehova? (1. Mose 1:16). „Jehova Gott ist Sonne“ (Psalm 84:11). Er ist es, „der die Sonne gibt zum Licht bei Tag“ (Jeremia 31:35). Nur ein Anhänger des Teufels kann auf die Idee kommen, das von Jehova stammende Sonnenlicht könnte ‚unangenehme oder schädliche Auswirkungen‘ haben!

Eine Sonnenbrille „schützt“ aber nicht nur vor buchstäblichem Licht. Die Zeitschrift Erwachet! schrieb in der Ausgabe vom 22. Dezember 1993, dass „die Sonne … neues Licht bringt“ (Seite 19). Der Schöpfer der Sonne belehrt sein Volk, und „sein ‚treuer Sklave‘ zeigt uns neues Licht“ (Singt Jehova Loblieder, Lied 203). „Die Kluft zwischen Jehovas Dienern, die von ihm stetig helleres Licht erhalten, und der Welt wird immer größer“ (Der Wachtturm, 15. Februar 2006, Seite 30).

Daher schrieb der Apostel Paulus über wahre Christen: „Ihr alle seid Söhne des Lichts“ (1. Thessalonicher 5:5). Aber mit einer Sonnenbrille ist es nicht möglich, „mit dem zunehmenden Licht der Wahrheit Schritt zu halten“ (Unser Königreichsdienst, Februar 1995, Seite 2). Asaph schrieb über die Träger von Sonnenbrillen: „Sie haben nicht erkannt, und sie verstehen nicht, in Finsternis wandeln sie weiterhin umher“ (Psalm 82:5). Salomo schrieb: „Der Dummkopf … tappt im Dunkeln umher“ (Prediger 2:14, Neues Leben).

Was bringt Menschen dazu, Sonnenbrillen zu tragen und auf Jehovas Licht zu verzichten? Jesus erklärte: „Die Menschen haben die Finsternis mehr geliebt als das Licht, denn ihre Werke waren böse“ (Johannes 3:19). Böse Menschen tragen oft eine Sonnenbrille, „damit das erleuchtende Licht der herrlichen guten Botschaft über den Christus, der das Bild Gottes ist, nicht hindurchstrahle“ (2. Korinther 4:4). image

Zur Zeit Hiobs gab es noch keine Sonnenbrillen, daher sagte er: „Was das Auge des Ehebrechers betrifft, es hat nach dem Abenddunkel Ausschau gehalten. … Sie haben das Tageslicht nicht gekannt“ (Hiob 24:15, 16). Heute müssen Ehebrecher jedoch nicht mehr bis zum Abend warten, sondern können stattdessen eine Sonnenbrille tragen, um nicht erkannt zu werden. David warnte aber vor „denen, die verhehlen, was sie sind“ – und dazu gehören alle, die eine Sonnenbrille tragen (Psalm 26:4). Nicht umsonst sagt die Encyclopaedia Wikipedia: „Pokerspieler benutzen oft Sonnenbrillen um ihre Augenreaktionen während des Spiels zu verdecken.“

Mit manchen Sonnenbrillen sieht man aus wie eine Fliege. Ohne es zu merken, würde man Beelzebub preisen, dessen Name „Besitzer der Fliegen“ bedeutet. Doch von einer Sonnenbrille geht nicht nur für ihren Träger Gefahr aus. Verspiegelte Sonnenbrillen sind auch gefährlich für Personen, die ihrem Träger auf der Straße begegnen. Sie werden dazu verleitet, ihr Spiegelbild anzusehen, was zu Selbstverliebtheit und sogar zu Egomanie führen kann. Aber Christen dürfen sich gar nicht lieben, sondern müssen ‚sich selbst hassen‘ (Lukas 14:26, Luther).

In der Tat berichtet die Bibel von keinem Diener Gottes, der eine Sonnenbrille trug. Doch unmoralische Menschen wie Pornodarsteller oder Mafiabosse sind für das Tragen von Sonnenbrillen bekannt. Was sollten wir daher tun, wenn imagewir in der Vergangenheit eine Sonnenbrille benutzt haben? Der Apostel Paulus empfiehlt, dass wir „von der Finsternis zum Licht und von der Gewalt des Satans zu Gott umkehren“ (Apostelgeschichte 26:18). Der Psalmist schrieb: „Da waren welche, die in Finsternis … wohnten. … Sie hatten sich rebellisch benommen gegen die Reden Gottes; und den Rat des Höchsten hatten sie mißachtet. Und in ihrer Not begannen sie, zu Jehova um Hilfe zu rufen. … Er ging daran, sie aus der Finsternis und aus tiefem Schatten herauszuführen“ (Psalm 107:10-14).

Vernichten wir daher unsere Sonnenbrillen, denn „Gott [ist] Licht, … und in Gemeinschaft mit ihm gibt es gar keine Finsternis“ (1. Johannes 1:5). Laßt uns stattdessen „im Licht wandeln“ und in die Worte des Eisbären einstimmen: „Wir brauchen keine Sonnenbrille!“ (1. Johannes 1:7; Erwachet!, 8. September 1984, Seite 17).

 

Nachdruck aus Erbrechet!, Juli und August 2010

„Wenn jemand … eine schwere Sünde begangen hat, … muß er aus der Versammlung ausgeschlossen werden, muß ihm die Gemeinschaft entzogen werden.“ (Der Weg zu wahrem Glück, Seite 175)

Bekanntermaßen gibt es bei Jehovas Zeugen die „liebevolle Vorkehrung“ des Gemeinschaftsentzugs (Der Wachtturm, 15. Juli 1995, Seite 25). Da Jehovas Zeugen Abtrünnige und andere Sünder aufgrund der weltlichen Gesetze nicht buchstäblich töten dürfen, schneiden sie solche Personen zumindest vollständig von der Gemeinschaft mit ihren früheren Brüdern und Schwestern ab (Der Wachtturm, 15. Januar 1953, S. 63).

imageBisher wurde der Gemeinschaftsentzug nur bei lebenden Sündern angewandt. Doch wie Jehova jetzt durch seinen heiligen Geist enthüllt hat, steht diese Praxis im Widerspruch zu seinen gerechten Grundsätzen, denn „keinesfalls wird er Straffreiheit gewähren“ – auch nicht nach dem Tod (2. Mose 34:7). Demzufolge müssen auch verstorbene Zeugen Jehovas im Nachhinein ausgeschlossen werden, wenn sie gegen die „gegenwärtige Wahrheit“ gesündigt haben (Jehovas Zeugen – Verkündiger des Königreiches Gottes, Seite 121). Wer zählt zu den verstorbenen Zeugen Jehovas?

In einem Nachschlagewerk heißt es: „Abel war der erste Zeuge Jehovas“ (Jehovas Zeugen – Verkündiger des Königreiches Gottes, Seite 13). In einer anderen Veröffentlichung erfahren wir, dass „Paulus … im 11. Kapitel des Hebräerbriefes … treue Zeugen Jehovas der vorchristlichen Zeit aufgezählt hatte“ (Der Wachtturm, 1. Oktober 1999, Seite 19). Ja, alle Mitglieder von Gottes Universalorganisation, die Zeugnis über Jehova ablegen – einschließlich Jehova selbst – sind „Zeugen Jehovas“ (vgl. Johannes 8:18). image

Als Zeuge Jehovas muss man „die Gesamtheit der wahren Lehren der Bibel akzeptieren, einschließlich jener biblischen Glaubensinhalte, die nur Jehovas Zeugen vertreten“ (Der Wachtturm, 15. April 1986, Seite 31). Das Buch Gebt Acht auf euch selbst und die ganze Herde enthält detaillierte Anweisungen für die Ältesten, bei welchen Verstößen gegen dieses Gebot ein Gemeinschaftsentzug ausgesprochen werden muss. Auf den Seiten 92 bis 96 dieses Buches werden u. a. die folgenden Punkte aufgeführt (die gleichen Delikte werden sinngemäß auch in dem neuen Buch Hütet die Herde Gottes auf den Seiten 58 bis 71 genannt):

  • Totschlag
  • Sexuelles Fehlverhalten
  • Abfall, Abtrünnigkeit
  • Trunkenheit
  • Diebstahl, Betrug
  • Vorsätzliches, bösartiges Lügen
  • Beschimpfung, Verleumdung
  • Unzüchtiges Reden
  • Das Versäumnis, sich des Blutes zu enthalten
  • Erpressung
  • Die Weigerung, materiell für die eigene Familie zu sorgen
  • Tätigkeiten, durch die die Neutralität verletzt wird
  • Wutausbrüche, Gewalttätigkeit

Wir werden diese Sünden der Reihe nach untersuchen und feststellen, inwiefern „die vorchristlichen Zeugen Jehovas“ sich ihrer schuldig gemacht haben (Die Offenbarung – Ihr großartiger Höhepunkt ist nahe!, Seite 290). Zunächst beginnen wir mit der Sünde der Abtrünnigkeit.

Abfall, Abtrünnigkeit

Abtrünnigkeit gilt bei Jehovas Zeugen als die schlimmste aller Sünden. Sie „teilen Jehovas Empfindungen gegenüber Abtrünnigen. … Sie ‚empfinden Ekel‘ gegenüber [ihnen]“ (Der Wachtturm, 1. Oktober 1993, Seite 19). Das Lehrbuch Gebt Acht auf euch selbst und die ganze Herde stellt klar, was mit Abtrünnigkeit gemeint ist: „Personen, die vorsätzlich Lehren verbreiten (hartnäckig daran festhalten und darüber reden), welche im Widerspruch zu der biblischen Wahrheit stehen, die Jehovas Zeugen lehren, sind Abtrünnige“ (Seite 94).

Abtrünnigkeit ist also dann gegeben, wenn jemand Lehren verbreitet, die im Widerspruch zu denen von Jehovas Zeugen stehen. Ein Mann, der sich darin besonders hervorgetan hat, war Moses. Er führte sogar ein ganzes Gesetzbuch ein, das den Lehren der Wachtturm-Gesellschaft in vielen Punkten widerspricht – beispielsweise behauptete er, Ehescheidung sei erlaubt, solange man seiner Exfrau ein Scheidungszeugnis ausstellt (5. Mose 24:1). Außerdem sagte er, für die Rettung wäre es nicht notwendig, von Haus zu Haus zu predigen (2. Mose 14:13). An diesen Lehren ‚hielt er hartnäckig fest und redete darüber‘, so dass er sich zweifellos der Abtrünnigkeit schuldig gemacht hat.

Viele Jahrhunderte später verbreitete der Apostel Jakobus ebenfalls falsche Lehren, als er behauptete: „Die Form der Anbetung, die vom Standpunkt unseres Gottes und Vaters aus rein und unbefleckt ist, ist diese: nach Waisen und Witwen in ihrer Drangsal zu sehen und sich selbst von der Welt ohne Flecken zu bewahren“ (Jakobus 1:27). Die wichtigsten Bestandteile der Anbetung – das Predigen von Haus zu Haus, den Besuch der Zusammenkünfte, den Gehorsam gegenüber dem ‚treuen und verständigen Sklaven‘ – ließ er einfach weg. Stattdessen sagte er, man solle die Zeit damit verschwenden, „nach Witwen und Waisen … zu sehen“ statt sich „an dem lebensrettenden Predigtwerk zu beteiligen“ (Unser Königreichsdienst, Dezember 2009, Seite 1).

Feinde

Zu der „biblischen Wahrheit, … die Jehovas Zeugen lehren“ gehört auch die Verpflichtung, Abtrünnige zu hassen. Der Wachtturm vom 1. Oktober 1953 wandte Psalm 139:22 auf sie an: „[Abtrünnige] hassen wir und betrachten sie als unsere Feinde. … ‚Mit vollkommenem Hass hasse ich sie; sie sind Feinde für mich‘“ (Seite 607). Die Ausgabe vom 1. Dezember 1952 erklärte: „Wir müssen sie im wahrsten Sinne hassen, was bedeutet: mit äußerstem und aktivem Abscheu etwas als widerlich, abstoßend und schmutzig ansehen, es verabscheuen. … Wir können diese hasserfüllten Feinde nicht lieben, denn sie taugen nur zur Vernichtung. … Dies sind die wahren Gefühle, Wünsche und Gebete der Gerechten“ (Seite 362, 363).

Auch gemäß dem Wachtturm vom 1. Oktober 1993 „muß ein Christ sie [die Abtrünnigen] als solche hassen“ (Seite 19). Welch eine Dreistigkeit war es von Jesus, dieser klaren Lehre zu widersprechen! Er erklärte: „Ihr habt gehört, daß gesagt wurde [nämlich im Wachtturm]: ‚imageDu sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.‘ Doch ich sage euch: Fahrt fort, eure Feinde zu lieben und für die zu beten, die euch verfolgen“ (Matthäus 5:43, 44). Er stellte sein eigenes Wort über das des Wachtturms und behauptete, „er wisse es besser … als der ‚treue und verständige Sklave‘“ (Der Wachtturm, 1. November 1980, Seite 19).

Moses, Jakobus und Jesus waren allerdings nicht die Urheber dieser falschen Lehren; sie beteiligten sich lediglich an deren Verbreitung. In die Welt gesetzt wurden diese Lehren, „welche im Widerspruch zu der biblischen Wahrheit stehen, die Jehovas Zeugen lehren“, von Jehova (5. Mose 26:16; 2. Timotheus 3:16; 2. Petrus 1:21). Er ist daher mehr als alle anderen der Abtrünnigkeit schuldig.

Falsche Religion

Abtrünnigkeit zeigt sich jedoch nicht nur im Verbreiten falscher Lehren. Das Buch Gebt Acht auf euch imageselbst und die ganze Herde führt dazu weiter aus: „Das Feiern eines Festes der falschen Religion ist mit irgendeinem anderen Akt der falschen Anbetung vergleichbar“ (Seite 95). Daher müssen wir auch Jehu als Abtrünnigen betrachten, denn „Jehu [brachte] alles Volk zusammen und sagte zu ihnen …: „Ruft nun alle Propheten Baals, alle seine Anbeter und alle seine Priester zu mir. Kein einziger werde vermißt, denn ich habe ein großes Schlachtopfer für Baal. … Heiligt eine feierliche Versammlung für Baal“ (2. Könige 10:18-20).

imageWenn er auch die Baalsanbeter hinterher ermordete, so förderte er doch zunächst die falsche Anbetung und beteiligte sich in gewisser Weise sogar daran. Er war jedoch nicht der einzige, der sich durch heidnische Bräuche verunreinigte. Auch Kinderopfer waren ein Brauch der falschen Religion, insbesondere in Verbindung mit der Anbetung Molechs und Anammelechs (Der Wachtturm, 15. Januar 1988, Seite 31; Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1, Seite 130). Abraham ahmte diesen Brauch nach und versuchte ebenfalls, seinen Sohn als Opfer darzubringen (1. Mose 22:10). Gott hielt ihn jedoch davon ab und rettete Isaak.

Spaltungen

Gemäß dem Buch Gebt Acht auf euch selbst und die ganze Herde ist auch „das Verursachen von Spaltungen“ ein Zeichen von Abtrünnigkeit (Seite 95). Bis heute verursacht Jesus Spaltungen in Familien; er sagte selbst: „Meint ihr, ich sei gekommen, Frieden auf die Erde zu bringen? Nein, sage ich euch entschieden, sondern eher Entzweiung. Denn von nun an werden fünf in einem Haus entzweit sein: drei gegen zwei und zwei gegen drei. Sie werden entzweit sein: Vater gegen Sohn und Sohn gegen Vater, Mutter gegen Tochter und Tochter gegen ihre Mutter, Schwiegermutter gegen ihre Schwiegertochter und Schwiegertochter gegen ihre Schwiegermutter“ (Lukas 12:51-53).image

Spiritismus

Auch „das Ausüben von Spiritismus“ ist ein Zeichen von Abtrünnigkeit und muss mit einem Gemeinschaftsentzug geahndet werden (Gebt Acht auf euch selbst und die ganze Herde, Seite 95). „Spiritismus auszuüben bedeutet, … mit Dämonen in Verbindung zu treten“ (Was lehrt die Bibel wirklich?, Seite 100). Zeugen Jehovas dürfen „keinerlei Kontakt zu bösen Geistern haben“ (Der Wachtturm, 15. Januar 1988, Seite 5).

Jesus hielt sich nicht an dieses Verbot. Er hatte Umgang mit Dämonen und tat ihnen sogar einen Gefallen. Einmal „begannen die Dämonen ihn inständig zu bitten, indem sie sagten: ‚Wenn du uns austreibst, so sende uns doch in die Herde Schweine!‘ Daher sagte er zu ihnen: ‚Geht!‘ Sie fuhren aus und fuhren in die Schweine“ (Matthäus 8:31, 32). Statt jeden Kontakt mit den bösen Geistern zu meiden, redete er mit ihnen und ging sogar noch auf ihre Forderungen ein!

Jehova handelte ähnlich. Als Satan, der „Herrscher der Dämonen“, vor seinem Thron auftauchte, schickte er ihn nicht hinaus, sondern fragte ihn: „Woher kommst du?“ (Hiob 1:7; Matthäus 9:34). Statt „auf der Hut zu sein vor dem Teufel“, unterhielt Jehova sich mit ihm wie mit einem Mitarbeiter (Der Wachtturm, 1. Juni 1986, Seite 11). Er ging auch auf die Forderungen Satans ein und kam ihm entgegen (Hiob 1:12).

„Ein [weiteres] wichtiges Merkmal des Spiritismus ist das imagescheinbare Aufnehmen von Kontakt mit Verstorbenen“ (Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2, Seite 993). Auch diese Form des Spiritismus wurde von Jesus praktiziert: „Zwei Männer unterhielten sich mit ihm, es waren Moses und Elia. Diese erschienen … und begannen über seinen Weggang zu reden“ (Lukas 9:30, 31). Natürlich waren „Moses und Elia längst verstorben und nicht wirklich anwesend“, und „alle vermeintlichen Botschaften von den Verstorbenen stammen in Wirklichkeit von den Dämonen“ (Der Wachtturm, 1. April 2000, Seite 13; Was lehrt die Bibel wirklich?, Seite 156).

Auch „das Ausschauen nach Omen [wird] mit Spiritismus in Verbindung gebracht“ (Erwachet!, 22. Februar 1974, Seite 7). Daher war Joseph ein Spiritist und ein Abtrünniger, denn er behauptete, dass „er Omen lesen kann“ (1. Mose 44:5). Eine andere „populäre Form des Spiritismus“ ist „der Versuch, mit Hilfe von Geistern Kenntnis über die Zukunft oder Verborgenes zu erhalten“ (Erkenntnis, die zu ewigem Leben führt, Seite 112). Diese Form wurde offensichtlich vom Apostel Johannes praktiziert, der in der Einleitung seiner Offenbarung Grüße „von den sieben Geistern“ ausrichtet – möglicherweise dieselben Geister, die Jesus in einem Gleichnis erwähnte (Offenbarung 1:4; Lukas 11:26).

Götzendienst

Zur Abtrünnigkeit gehört auch „Götzendienst“, und „Götzendienst schließt den Besitz und den Gebrauch von Statuen und Bildern ein, die in der falschen Religion verwendet werden“ (Gebt Acht auf euch selbst und die ganze Herde, Seite 95). Der Apostel Paulus gebrauchte sogar einen Altar der falschen Religion im Predigtdienst und behauptete, er stelle Jehova dar! (Apostelgeschichte 17:23).

Zu den ‚Statuen und Bildern der falschen Religion‘ gehörten zweifellos auch die Teraphim, die Hausgötzen, die Rahel ihrem Vater Laban gestohlen hatte (1. Mose 31:19). Jakob wusste zwar zunächst nichts davon, doch später muss er es erfahren haben, sonst stände es nicht in der Bibel (1. Mose 31:32). Spätestens dann hätte er Rahel scharf zurechtweisen und die Götzen beseitigen müssen – aber davon wird in der Bibel nichts berichtet. Er machte sich daher mitschuldig an Rahels Götzendienst; beide sind deshalb Abtrünnige.

Auch der Richter Gideon war abtrünnig und zog sogar andere hinter sich her: „Gideon fertigte … eine Götzenstatue an und stellte sie in seiner Heimatstadt Ofra auf. … Ganz imageIsrael betete die Statue an“ (Richter 8:27, Hoffnung für Alle).

„Loyalität gegenüber der sichtbaren Organisation Jehovas bedeutet auch, Abtrünnige vollkommen zu meiden. Loyale Christen werden nicht aus Neugier wissen wollen, was solche Personen zu sagen haben“ (Der Wachtturm, 15. März 1996, Seite 17). Es besteht kein Zweifel, dass Moses, Jakobus, Jesus, Jehova, Jehu, Abraham, Joseph, Paulus, Johannes, Jakob und Gideon abtrünnig sind und sofort aus der Christenversammlung ausgeschlossen werden müssen, um Jehovas Schafe vor dem Gedankengut und dem verderblichen Einfluss dieser Abtrünnigen zu schützen. Meiden wir sie. Lesen wir nicht ihre Schriften, und hören wir nicht zu, wenn jemand ihre Äußerungen zitiert! Durch ihre Schriften „kommen Gedanken zum Ausdruck, die sich auf das Geistiggesinntsein eines Christen wie Gift auswirken“ (Der Wachtturm, 1. Februar 1987, Seite 28).

Totschlag

Der erste Bibelbericht über einen Totschläger lautet wie folgt: „Nun geschah es in jenen Tagen, als Moses stark wurde, daß er zu seinen Brüdern hinausging, um sich die Lasten anzusehen, die sie trugen; und er erblickte einen gewissen Ägypter, der einen gewissen Hebräer von seinen Brüdern schlug. Da wandte er sich hierhin und dorthin und sah, daß niemand in Sicht war. Dann schlug er den Ägypter nieder und verbarg ihn im Sand“ (2. Mose 2:11, 12). Moses schlug den Ägypter tot; wie Satan, so war auch er „ein Totschläger, als er begann“ (Johannes 8:44).

Unter dem Stichwort „Totschlag“ erklärt das Buch Gebt Acht auf selbst und auf die ganze Herde imageaußerdem: „Jemand kann in einem gewissen Maß schuldig werden, wenn er … gedankenlos handelt und als Folge davon jemand verletzt oder getötet wird“ (Seite 92). Das trifft auf Petrus zu, der Ananias sicher nicht töten wollte, als er leichtsinnigerweise zu ihm sagte: „Du hast ein falsches Spiel getrieben, und dies nicht Menschen, sondern Gott gegenüber.“ Doch „als Ananias diese Worte hörte, fiel er nieder und verschied“ (Apostelgeschichte 5:4, 5). Moses und Petrus waren also Totschläger, und ihnen muss in Verbindung mit den gerechten theokratischen Richtlinien die Gemeinschaft entzogen werden.

Sexuelles Fehlverhalten

„Gegenwärtig werden jährlich Tausende wegen Hurerei aus der Christenversammlung ausgeschlossen“ (Der Wachtturm, 1. August 1986, Seite 14). Der Hurerei schuldig gemacht hat sich zweifellos auch „Rahab, die Hure“ (Hebräer 11:31). In der Bibel wird nicht berichtet, dass sie ihren Beruf aufgegeben hätte; selbst nach ihrem Tod wurde sie immer noch als „die Hure“ bezeichnet, obwohl sich der Schreiber auf die Zeit nach der Eroberung Jerichos bezog (Jakobus 2:25).

Der Richter und Selbstmordattentäter Simson verbrachte eine Nacht bei einer Prostituierten: „Einst ging Simson nach Gasa und sah dort eine Prostituierte und ging zu ihr hinein“ (Richter 16:1). Er war zu dieser Zeit unverheiratet, und es ist davon auszugehen, dass er ‚zu der Prostituierten hineinging‘, um ihre Dienste imagein Anspruch zu nehmen.

In einem Artikel heißt es jedoch: „In diesem Bericht deutet nichts darauf hin, daß Simson beabsichtigte, nach Gasa zu gehen, um eine Prostituierte aufzusuchen. Es war vielmehr so, daß er bei seinem Aufenthalt in der Stadt eine Frau als Prostituierte erkannte, und da er sich im feindlichen Philistäa befand, war ihr Haus der einzige Ort, wo er eine Bleibe für die Nacht finden konnte“ (Der Wachtturm, 15. Mai 1979, Seite 31). Demzufolge hätte Simson bei seinem Besuch gar keine Hurerei begangen.

Muss es Hurerei gewesen sein?

Ändert das jedoch etwas an dem Urteil, dass die Ältesten als ernannte Richter über ihn fällen müssen? Das Regelwerk Gebt Acht auf euch selbst und auf die ganze Herde erklärt ganz deutlich: „Stichhaltige Umstandsbeweise, wie zum Beispiel … die Tatsache, … daß der Beschuldigte unter unpassenden Umständen die ganze Nacht mit einer Person vom anderen Geschlecht … in der gleichen Wohnung verbracht hat, sind zulässig“ (Seite 111). Jedem neuzeitlichen Zeugen Jehovas, der eine Nacht bei einer Prostituierten verbringt, würde die Gemeinschaft entzogen werden – den gleichen Maßstab muss man an Simson anlegen.

Bei Juda ist die Sachlage hingegen eindeutig: „Als Juda sie [Tamar] erblickte, hielt er sie sogleich für eine Hure. … Da bog er zu ihr ab an dem Weg und sagte: ‚Gestatte mir bitte, Beziehungen mit dir zu haben.‘ … Und [er] hatte Beziehungen mit ihr“ (1. Mose 38:15-18). Er beging eindeutig Hurerei – dass es sich gar nicht um eine echte Hure, sondern um seine Schwiegertochter handelte, machte die Sache nicht besser.image

Ein besonders skrupelloser Hurer und Ehebrecher war König David: „Vom Flachdach aus erblickte er eine sich badende Frau. … Dann sandte David hin und erkundigte sich nach der Frau, und man sagte: ‚Ist das nicht Bathseba, die Tochter Eliams, die Frau Urias, des Hethiters?‘ Danach sandte David Boten, um sie sich zu nehmen. Da kam sie zu ihm herein, und er lag bei ihr“ (2. Samuel 11:2-4). Er erkannte später selbst, dass er für seine Sünde den Tod verdiente (2. Samuel 12:5).

Rahab, Simson, Juda und David begingen Hurerei und teilweise auch Ehebruch – und Gottes Wort gebietet uns, „keinen Umgang mehr mit Hurern zu haben“; der Apostel Paulus fordert uns in diesem Zusammenhang auf: „Entfernt den bösen Menschen aus eurer Mitte“ (1. Korinther 5:9, 13). „Kein Hurer … [hat] irgendein Erbe im Königreich des Christus und Gottes“ (Epheser 5:5).

Zügelloser Wandel

Das Buch Gebt Acht auf selbst und auf die ganze Herde stellt auch ‚zügellosen Wandel‘, eine Vorstufe der Hurerei, unter Strafe: „Zügelloser Wandel ist eine schockierende, unverschämte Mißachtung der Sittenmaßstäbe Jehovas. … Dazu gehört unter anderem vorsätzliches, wiederholtes und leidenschaftliches erotisches Umarmen, Liebkosen und Küssen“ (Seite 93).

Der Wandel der Sulamith kann bestimmt als „zügellos“ bezeichnet werden; sie sagte über ihren Freund (mit dem sie noch nicht verheiratet war): „Er küsse mich mit den Küssen seines Mundes, denn deine Liebkosungen sind besser als Wein. … Ich bin krank vor Liebe. Seine Linke ist unter meinem Haupt; und seine Rechte – sie umarmt mich. … Komm doch, o mein Liebster, laß uns aufs Feld hinausgehen; laß uns doch inmitten der Hennapflanzen übernachten. Laß uns doch früh aufstehen und in die Weingärten gehen. … Dort werde ich dir meine Liebkosungen schenken“ (Hohes Lied 1:2; 2:5, 6; 7:11, 12).

Ihr Freund wiederum sagte zu ihr: „Wie schön sind deine Liebkosungen! … Wieviel besser sind deine Liebkosungen als Wein und der Duft deiner Öle als allerlei Wohlgeruch! Von Wabenhonig triefen ständig deine Lippen“ (Hohes Lied 4:10, 11). Es besteht kein Zweifel, dass „Umarmen, Liebkosen und Küssen“ zwischen den beiden stattgefunden hat, bevor sie verheiratet waren. Auch der Sulamith und ihrem Hirten muss daher die Gemeinschaft entzogen werden.

Trunkenheit

Eine weitere Sünde, die zum Gemeinschaftsentzug führt, ist „Trunkenheit“ (Gebt Acht auf selbst und auf die ganze Herde, Seite 96). Die Bibel berichtet über den ersten Trunkenbold der Menschheitsgeschichte: „Noah fing nun als Landwirt an und ging daran, imageeinen Weingarten zu pflanzen. Und er begann von dem Wein zu trinken und wurde berauscht, und so entblößte er sich mitten in seinem Zelt“ (1. Mose 9:20-22). Auch Lot, der Neffe Abrahams, war mehr als einmal betrunken. Im Rausch schwängerte er sogar seine beiden Töchter! (1. Mose 19:30-36).

Noah und Lot ahmten allerdings Jehova nach; Asaph berichtete: „Dann begann Jehova wie vom Schlaf zu erwachen, wie ein Mächtiger, der sich vom Wein ernüchtert. Und er schlug dann seine Widersacher von hinten nieder“ (Psalm 78:65, 66). Da Jehova vollkommen ist, können wir davon ausgehen, dass er auch vollkommen betrunken war (Matthäus 5:48). Als er allmählich erwachte, wurde er gewalttätig und „schlug dann seine Widersacher von hinten nieder“, statt sie einfach tot umfallen zu lassen.

Wutausbrüche, Gewalttätigkeit

„Wutausbrüche“ und „Gewalttätigkeit“ sind weitere Verfehlungen, die den geistigen Tod durch den Gemeinschaftsentzug nach sich ziehen (Gebt Acht auf selbst und auf die ganze Herde, Seite 96). Die in Psalm 78:66 geschilderte Begebenheit war bei weitem nicht die einzige Situation, in der Jehova einen Wutausbruch hatte und gewalttätig wurde – auch Jesaja und Hesekiel imageberichten von einem „Zornausbruch Jehovas“ (Jesaja 9:19; Hesekiel 7:19). Auch Paulus und Barnabas hatten „einen heftigen Zornausbruch“ (Apostelgeschichte 15:39).

Die meisten Könige Israels waren ebenfalls gewalttätig; „Saul hat tausend erschlagen, aber David zehntausend“ (1. Samuel 18:7, Luther). Auch Nehemia hatte einen Wutausbruch, als er feststellte, dass einige seiner Landsleute Ausländerinnen geheiratet hatten. Er „begann sie zu rügen und Übles auf sie herabzurufen und einige Männer von ihnen zu schlagen und ihnen Haare auszuraufen“ (Nehemia 13:23-25).

Beschimpfung

„Beschimpfung“ und „Verleumdung“ sind gemäß dem Buch Gebt Acht auf euch selbst und auf die ganze Herde auch verboten (Seite 95). Wie bereits angeführt, beschimpfte Nehemia seine Landsleute und rief Übles auf sie herab. Andere Propheten wurden ebenfalls ausfallend; Elia beispielsweise beschimpfte und beleidigte den Gott Baal (1. Könige 18:27).

Blut

„Das Versäumnis, sich des Blutes zu enthalten“, rechtfertigt ebenfalls einen Gemeinschaftsentzug (Gebt Acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, Seite 95). Das Buch Was lehrt die Bibel wirklich sagt deutlich, „dass Blut nur zu einem einzigen Zweck verwendet werden durfte“, nämlich indem Sünder es „auf dem Altar darbringen ließen, der erst in der Stiftshütte und später im Tempel Gottes stand. Blut durfte nur für solche Opfer verwendet werden“ (Seite 131, 132). Ja, „es gab nur eine Verwendung von Blut, die Gott billigte, nämlich zu Opferzwecken“ (Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1, Seite 421).

imageMoses verwendete Blut jedoch zu einem anderen Zweck: „Er erhob den Stab und schlug das Wasser, das im Nil war, vor den Augen Pharaos und seiner Diener, und alles Wasser, das im Nil war, wurde in Blut verwandelt. Und die Fische, die im Nil waren, starben, und der Nil begann zu stinken“ (2. Mose 7:20, 21). Er widersetzte sich somit der Anordnung der Leitenden Körperschaft, sich ‚von Blut zu enthalten‘ (Apostelgeschichte 15:29).

Erpressung

„Erpressung“ ist ein Zeichen von „Habgier“ und daher eine schwere Sünde, wegen der man aus der Christenversammlung ausgeschlossen werden muss (Gebt Acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, Seite 95). Paulus gebot deutlich, „keinen Umgang mehr mit jemandem zu haben, … wenn er … ein Erpresser ist, selbst nicht mit einem solchen zu essen“ (1. Korinther 5:11).

Jehova sagte zum Volk Israel: „Es soll geschehen, wenn du auch wirklich auf die Stimme Jehovas, deines Gottes, hören wirst, indem du darauf achtest, alle seine Gebote zu tun, die ich dir heute gebiete, daß Jehova, dein Gott, dich dann bestimmt hoch über alle anderen Nationen der Erde setzen wird. … Und es soll geschehen, wenn du nicht auf die Stimme Jehovas, deines Gottes, hören wirst, indem du darauf achtest, alle seine Gebote und seine Satzungen zu tun, die ich dir heute gebiete, daß dann alle diese Flüche über dich kommen und dich erreichen sollen: … Jehova wird dir die Pest anhaften lassen. … Jehova wird dich mit Tuberkulose und hitzigem Fieber und Entzündung und Fieberhitze und dem Schwert und Getreidebrand und Mehltau schlagen. … Jehova wird dich mit den entzündeten Beulen Ägyptens schlagen und mit Hämorrhoiden und Ekzem und Hautausschlag, von denen du nicht geheilt werden kannst. … Du wirst mit einer Frau verlobt werden, aber ein anderer Mann wird sie vergewaltigen. … Alle diese Flüche werden bestimmt über dich kommen und dich verfolgen und dich erreichen, bis du vertilgt bist“ (5. Mose 28). War das keine Erpressung?

Für die Familie sorgen

Das Buch Gebt Acht auf selbst und auf die ganze Herde nennt eine weitere schwere Verfehlung, die zu einem Gemeinschaftsentzug führen muss: „Die hartnäckige Weigerung, materiell für die eigene Familie zu sorgen – Frau und Kinder bleiben mittellos, obwohl der Mann über die Mittel verfügt, die für ihre Versorgung nötig wären“ (Seite 96). Dieser Sünde machte sich zweifellos Abraham schuldig. Er stand „früh am Morgen auf und nahm Brot und einen Wasserschlauch und gab es Hagar, indem er es auf ihre Schulter legte, und das Kind, und dann entließ er sie. Und sie ging hin und irrte in der Wildnis von Beërscheba umher. Schließlich war das Wasser im Schlauch erschöpft, und sie warf das Kind unter einen der Sträucher. Dann ging sie und setzte sich allein hin, etwa einen Bogenschuß weit weg, denn sie sagte: ‚Möge ich es imagenicht ansehen, wenn das Kind stirbt.‘ So setzte sie sich in einiger Entfernung und erhob ihre Stimme und begann zu weinen“ (1. Mose 21:14-16).

Zwar sorgte Gott dann für Hagar, doch Abraham tat dies nicht (1. Mose 21:19). Er weigerte sich, für seine Nebenfrau und sein Kind zu sorgen; mehr noch, er verstieß die beiden sogar aus seinem Lager. Er war ein reicher Mann und verfügte zweifellos ‚über die Mittel, die für ihre Versorgung nötig gewesen wären‘. Stattdessen sandte er sie mittellos weg, nur mit etwas Brot und Wasser für den Tag – ohne das Eingreifen Gottes hätte das den sicheren Tod bedeutet.

Neutralität

Auch „Tätigkeiten, durch die die Neutralität verletzt wird“, führen zum Gemeinschaftsentzug (Gebt Acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, Seite 96). Es würde den Rahmen dieses Artikels sprengen, alle biblischen Personen aufzuzählen, die solche Tätigkeiten ausgeübt haben. Ein besonders schwerer Fall war jedoch Daniel, der von Nebukadnezar „zum Herrscher über den ganzen Gerichtsbezirk Babylon“ eingesetzt wurde und dieses Amt offenbar jahrzehntelang innehatte (Daniel 2:48). Auch im hohen Alter, nach dem Fall Babylons, „war Daniel einer der drei hohen Beamten, die über die 120 Satrapen gesetzt wurden, die über das Königreich herrschen sollten“ und erwarb sich „im Staatsdienst außerordentliche Verdienste“ (Einsichten über die Heilige Schrift, Band 1, Seite 512).

Natürlich wäre jegliche Beteiligung an Kriegen eine Verletzung der Neutralität. „Jehovas Zeugen beteiligen sich auch deshalb nicht am Krieg“ (Der Wachtturm, 1. Juli 2008, Seite 22). Doch Abraham zog in den Krieg (1. Mose 14). König David wird in der Bibel als „ein Mann der Kriege“ bezeichnet (1. Chronika 28:3). Jehova führte so viele Kriege, dass es sogar ein „Buch der Kriege Jehovas“ gab (4. Mose 21:14).image

Lügen

Schließlich ist auch „vorsätzliches, bösartiges Lügen“ eine Sünde, die den Gemeinschaftsentzug verdient (Gebt Acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, Seite 95). Der erste Lügner der Menschheitsgeschichte war Jehova, denn er behauptete gegenüber Adam: „Was aber den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse betrifft, … an dem Tag, an dem du davon ißt, wirst du ganz bestimmt sterben“ (1. Mose 2:17). Das war eindeutig eine Lüge, denn Adam lebte danach noch über 900 Jahre oder über 300.000 Tage! (1. Mose 5:5).

imageSpäter versprach Jehova Abraham: „Dieses ganze Land, das du siehst, werde ich dir und deinen Nachkommen für immer zum Besitz geben“, „und doch gab er ihm keinen Erbbesitz darin, nein, nicht einen Fußbreit“ (1. Mose 13:15, Neues Leben; Apostelgeschichte 7:5). Auch dies war ‚vorsätzliches Lügen‘, denn Jehova weiß alles und muss daher auch gewusst haben, dass sein Versprechen sich nicht erfüllen würde.

Jakob war ebenfalls ein Lügner – als es um seinen Vorteil ging, belog er sogar seinen eigenen Vater! „Jakob sprach weiter zu seinem Vater: ‚Ich bin Esau, dein Erstgeborener‘“ (1. Mose 27:19). Isaak wurde misstrauisch und fragte nach: „‘Du bist wirklich mein Sohn Esau?‘, worauf er sprach: ‚Ich bin’s.‘“ (1. Mose 27:24). So erschlich er sich den Segen und das Erbe Isaaks.

Sind alle Lügen schlecht?

Einige mögen nun einwenden: „Hat nicht die Leitende Körperschaft der Zeugen Jehovas ebenfalls gelogen und müsste daher aus der Christenversammlung ausgeschlossen werden?“ Diese Frage ist berechtigt, und doch können wir sie mit einem eindeutigen Nein beantworten. „Obwohl jede Lüge schlecht ist, sollten Älteste bei der Behandlung eines Falles, bei dem es um Lügen geht, gutes Urteilsvermögen, Ausgeglichenheit und Vernünftigkeit walten lassen. … Manche Lügen sind lediglich Übertreibungen der Tatsachen oder verhältnismäßig unbedeutende irreführende Äußerungen. Vielleicht hat der Betreffende gelogen, weil er Druck ausgesetzt war oder aus Menschenfurcht“ (Gebt Acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, Seite 132).

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Auf die meisten Lügen der Leitenden Körperschaft treffen diese Ausführungen zweifellos zu. Als sie beispielsweise schon vor Jahrzehnten immer wieder sagte, Harmagedon stehe unmittelbar bevor und die jetzigen Kinder würden in diesem System nicht mehr alt werden, waren dies lediglich „Übertreibungen der Tatsachen oder verhältnismäßig unbedeutende irreführende Äußerungen“. Bei imageanderen Gelegenheiten hat der „treue und verständige Sklave“ gelogen, „weil er Druck ausgesetzt war oder aus Menschenfurcht.“ Die Leitende Körperschaft verdient also keinen Gemeinschaftsentzug, sondern ist Jehova wohlgefällig (Matthäus 25:21).

Keinen Umgang haben

Nicht nur Moses, Jakobus, Jesus, Jehova, Jehu, Abraham, Joseph, Johannes, Jakob und Gideon müssen also aus der Versammlung ausgeschlossen werden, sondern auch Petrus, Rahab, Simson, Juda, David, die Sulamith, Noah, Lot, Nehemia, Paulus, Elia und Daniel. Und „die Bibel gebietet Christen, keinen Umgang oder keine Gemeinschaft mit einer Person zu pflegen, die aus der Versammlung ausgeschlossen worden ist“ (Der Wachtturm, 15. Dezember 1981, Seite 21).

Meiden wir daher jeden Kontakt mit diesen Sündern. „Es wäre gefährlich, sich aus Neugier dazu verleiten zu lassen, ihre Schriften zu lesen oder ihren Lästerreden zuzuhören“ (Der Wachtturm, 1. Juli 1994, Seite 12). Wenn wir uns von ihnen fernhalten, wird es uns gutgehen!

 

Liste der erforderlichen Gemeinschaftsentzüge


Jehova

Verbreiten falscher Lehren (2. Petrus 1:21); Ausübung von Spiritismus (Hiob 1:7); Trunkenheit (Psalm 78:65); Wutausbrüche (Psalm 78:66; Hesekiel 7:19); Erpressung (5. Mose 28); Verletzung der Neutralität (4. Mose 21:14); vorsätzliches Lügen (1. Mose 2:17; 13:15)

Noah

Trunkenheit (1. Mose 9:20-22)

Abraham

Unterstützung der falschen Religion (1. Mose 22:10); Weigerung, für die Familie zu sorgen (1. Mose 21:14-16); Verletzung der Neutralität (1. Mose 14)

Lot

Trunkenheit (1. Mose 19:30-36)

Jakob

Götzendienst (1. Mose 31:32); vorsätzliches Lügen (1. Mose 27:19, 24)

Rahel

Götzendienst (1. Mose 31:19)

Juda

Hurerei (1. Mose 38:15-18)

Joseph

Ausübung von Spiritismus (1. Mose 44:5)

Moses

Verbreiten falscher Lehren (2. Mose 14:13); Totschlag (2. Mose 2:11, 12); Missbrauch von Blut (2. Mose 7:20, 21)

Rahab

Hurerei (Jakobus 2:25)

Gideon

Götzendienst (Richter 8:27)

Simson

Hurerei (Richter 16:1)

David

Hurerei (2. Samuel 11:2-4); Gewalttätigkeit (1. Samuel 18:7); Verletzung der Neutralität (1. Chronika 28:3)

Sulamith

Zügelloser Wandel (Hohes Lied 7:11, 12)

Elia

Beschimpfung (1. Könige 18:27)

Jehu

Unterstützung der falschen Religion (2. Könige 10:18-20)

Daniel

Verletzung der Neutralität (Daniel 2:48)

Nehemia

Wutausbrüche, Beschimpfung (Nehemia 13:23-25)

Jesus

Verbreiten falscher Lehren (Matthäus 5:43, 44); Verursachen von Spaltungen (Lukas 12:51-53); Ausübung von Spiritismus (Matthäus 8:31, 32; Lukas 9:30, 31)

Petrus

Totschlag (Apostelgeschichte 5:4, 5)

Paulus

Götzendienst (Apostelgeschichte 17:23); Wutausbrüche (Apostelgeschichte 15:39)

Barnabas

Wutausbrüche (Apostelgeschichte 15:39)

Jakobus

Verbreiten falscher Lehren (Jakobus 1:27)

Johannes

Ausübung von Spiritismus (Offenbarung 1:4)

 

„Ein Thron war im Himmel aufgestellt, und auf dem Thron saß einer.“ (Offenbarung 4:2)

Die Bibel lässt keinen Zweifel daran, dass das „Reich Gottes“ eine Monarchie sein wird, denn „zu einem Königreich gehört ein König“ (Der Wachtturm, 1. Juli 2011, Seite 16). Es gibt jedoch verschiedene Arten der Monarchie; das Spektrum reicht von „fast keiner (parlamentarische Monarchie) über durch eine Verfassung begrenzte (konstitutionelle Monarchie) bis hin zu alleiniger, uneingeschränkter politischer Macht (absolute Monarchie)“ für den König (Wikipedia). Der Prophet Jesaja zeigte deutlich, um welche Art der Monarchie es sich bei Gottes Königreich handeln imagewird, als er sagte: „Jehova ist unser Richter, Jehova ist unser Satzungsgeber, Jehova ist unser König“ (Jesaja 33:22). Gott wird in seinem Königreich also als absolutistischer Herrscher in der Tradition Ludwigs XIV. regieren.

Da Jehova zwischenzeitlich „seinen Sohn als König eingesetzt“ hat, handelt es sich außerdem um eine Erbmonarchie, und „in Erbmonarchien wird der Herrschaftsanspruch des Staatsoberhauptes in der Regel auf eine göttliche Bestimmung zurückgeführt. Auch eine Verehrung als eigenständige Gottheit oder Person göttlichen Ursprungs ist möglich“ (Der Wachtturm, 15. Januar 1972, Seite 59; Wikipedia). Die Herrscher von Gottes Königreich erwarten ebenfalls, als „eigenständige Gottheit“ (Jehova) bzw. als „Person göttlichen Ursprungs“ (Jesus) verehrt zu werden.

Die renommierte Fachzeitschrift Erwachet! schrieb über Monarchien wie das Königreich Gottes: „Autoritäre Regierungen sind reich an Kontrollen und arm an individueller Freiheit; dazu fallen einem sofort Adjektive wie ‚bedrückend‘, ‚tyrannisch‘ und ‚despotisch‘ ein. … Solche Regime [kontrollieren] jeden Teil des Staates, wachen streng über alle ihre Untertanen und unterbinden jegliche Tätigkeit – wie harmlos sie auch sein mag –, die den … [eigenen] Interessen nicht förderlich ist“ (Ausgabe vom 8. Oktober 1990, Seite 19). Diese Herrschaftsform passt zweifellos hervorragend zur Persönlichkeit Jehovas und seines Sohnes. In Bezug auf seine politischen Gegner wird Jesus eines Tages seinen Bediensteten den Auftrag geben, ganz wie ein menschlicher Diktator: „Holt meine Feinde her, die mich nicht als König anerkennen wollten: Sie sollen vor meinen Augen hingerichtet werden!“ (Lukas 19:27, Hoffnung für Alle). Andere Kritiker werden nicht getötet, sondern „Tag und Nacht gequält“, d. h. gefoltert werden.

Man kann sich nun zu Recht fragen: „Warum hat Gott denn vor, die ganze Erde durch eine Monarchie zu regieren? Weiß er nicht, daß Monarchien in der heutigen Zeit … unmodern sind?“ (Erwachet!, 22. November 1982, Seite 11). Natürlich weiß er das, denn „Gott weiß alles“ (Höre auf Gott und lebe für immer, Seite 4) Wieso hat er sich dann trotzdem für diese tyrannische Herrschaftsform entschieden, die für die Menschen so bedrückend ist? Die Antwort ist ganz einfach: „Die Heiligung des Namens Jehovas ist … weit wichtiger als die Rettung von Menschen“ (Der Wachtturm, 15. Oktober 2008, Seite 15). Es geht ihm also nicht um das Wohl seiner Untertanen – wichtig ist einzig imageund allein, dass sein Name geheiligt wird. Und dies ist am besten in einer Diktatur möglich, in der man politische Gegner beseitigen und Kritiker verschwinden lassen kann.

Gottes Königreich wird also eine Diktatur mit einem gottgleichen König und privilegierten „Fürsten“ sein; es wird dort aber auch „Gefangene“ und „Sklaven“ geben (Psalm 45:16; Epheser 4:8; Offenbarung 22:3). Kein Wunder, dass schon der Prophet Samuel diejenigen warnte, die sich nach der Regierung Gottes sehnten: „Ihr werdet an jenem Tag bestimmt schreien wegen eures Königs, den ihr für euch erwählt habt“ (1. Samuel 8:18).

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