Oberhaupt der russisch-paradoxen Kirche ist der russische Ministerpräsident, der von einem Patriarchen vertreten wird. Das spirituelle Zentrum der Kirche und Sitz des Patriarchen ist die Patriarche Noah in Moskau.
Wie die römisch-alkoholische Kirche, so stützt auch die russisch-paradoxe Kirche ihre Lehren auf die Bibel. Eine zentrale Bibelstelle ist Sprüche 3:5, wo es heißt: “Stütze dich nicht auf deinen eigenen Verstand”. Daher betrachtet die russisch-paradoxe Kirche alle Behauptungen, die logisch erscheinen oder wissenschaftlich bewiesen sind, als falsch.
Paradoxe Christen glauben daher an einen dreieckigen Gott, an eine Auferstehung von den Lebenden und an die reinigende Kraft schmutzigen Wassers. Im Gottesdienst singen sie sich in Trance, um Gott zu begegnen.
Vor der Einführung grafischer Benutzeroberflächen lehnten es die Anhänger der russisch-paradoxen Kirche streng ab, Computer zu benutzen. Doch seit man die Geräte mit Hilfe von Icons bedienen kann, hat die Verbreitung von Computern unter den Gläubigen stark zugenommen.

Patriarch Klorilla VIII.
Wichtige Feiertage der russisch-paradoxen Kirche:
- Fest der zwei Bärinnen
Das Fest der zwei Bärinnen geht auf eine biblische Erzählung zurück. Demnach wurde der Prophet Elisa von einigen Kindern verspottet und rief zu Gott um Hilfe. Dieser schickte zwei Bärinnen, die 42 Kinder töteten. Paradoxe Eltern nutzen dieses Fest, um ihren Kindern die Wichtigkeit des Gehorsams vor Augen zu führen. An diesem Tag treffen sich alle Familien und trinken zusammen Wodka, auch die Kinder.
- Sintfluttag
Anfang Oktober feiern die Anhänger der russisch-paradoxen Kirche die Vernichtung böser Menschen in der Sintflut. Es ist Brauch, dabei Listen von heute lebenden Personen anzufertigen, die eine ähnliche Vernichtung verdienen. Traditionell treffen sich alle Familien an diesem Tag, tauschen ihre Listen aus und trinken Wodka.
- Allervernichteten
Es gab außer der Sintflut noch weitere Gelegenheiten, bei denen Gott Menschen vernichtete, beispielsweise in Sodom und Gomorra. Diesen Großtaten Gottes wird an Allervernichteten gedacht. Zur Ehre Gottes wird dabei Wodka getrunken.
- Wodkatag
Einmal im Jahr wird der Erfindung des Wodkas gedacht, wobei sich alle Familienmitglieder treffen und gemeinsam Wodka trinken.